KategorieEssen
SpracheDeutsch
Veröffentlicht16. März 2026 um 22:40

Meeresfrüchte grillen am Strand: Koreas bestes Food-Erlebnis

#Meeresfrüchte grillen#koreanisches BBQ Erlebnis#Streetfood am Meer

Eigentlich hatten wir gar keinen richtigen Plan. Der Alltag war einfach langweilig, also sind meine Mama, mein Bruder, meine Frau und ich zu viert mit dem Auto nach Gunsan gefahren – eine Hafenstadt etwa zweieinhalb Stunden südwestlich von Seoul. Ursprünglich wollten wir ein Café auf dem Gogunsan-Archipel besuchen, einer kleinen Inselgruppe vor der Küste. Aber direkt daneben war ein Meeresfrüchte-Restaurant, und wir sind einfach reingegangen. Am Ende blieb mir dieses Restaurant viel mehr in Erinnerung als das Café.

Dieser Beitrag soll kein Restauranttest sein. Ich möchte euch zeigen, wie man an Koreas Küste Meeresfrüchte essen kann. Ob Busan, Incheon, Gangneung oder Jeju – in der Nähe des Meeres findet man diese Art von Muschelgrill-Restaurants wirklich überall. In Korea gibt es die Tradition, lebende Meeresfrüchte auf einer heißen Grillplatte direkt am Tisch selbst zu grillen – das ist quasi koreanisches Meeresfrüchte-BBQ.

Koreanisches Muschelgrill-Set mit Abalone, Jakobsmuscheln, Miesmuscheln, Garnelen, Rindfleisch und Gemüse auf einer Grillplatte

Das Muschelgrill-Set: Was alles auf einer Platte landet

Wir haben ein Muschelgrill-Set bestellt, und das kam so an: Abalone, Jakobsmuscheln, Miesmuscheln, Garnelen und sogar dünn geschnittenes Rindfleisch – dazu Sojasprossen, Enoki-Pilze, Schnittlauch, Tofu und Käse als Beilagen, alles großzügig aufgetürmt. In koreanischen Muschelgrill-Restaurants an der Küste bekommt man nicht nur Meeresfrüchte, sondern oft auch Rindfleisch als Set dazu – das ist ziemlich verbreitet. Wir waren zu viert und haben etwa 100.000 Won bezahlt, also ungefähr 25.000 Won pro Person, das sind circa 17–18 Euro. Für eine Touristengegend war die Portion richtig üppig. Ehrlich gesagt haben wir uns gefragt, ob wir das überhaupt alles schaffen.

Lebende Abalone wird mit Schale auf der koreanischen Grillplatte zubereitet

Gegrillte Abalone: In Korea kommt sie mit Schale auf die Platte

Abalone mit der ganzen Schale auf die Grillplatte zu legen – das ist typisch koreanisch. Auch im Ausland gilt Abalone als edle Delikatesse, aber lebende Abalone direkt vor Ort frisch zu grillen und zu essen, das erlebt man kaum irgendwo anders als an Koreas Küste. Wenn man sie mit der Schale grillt, fängt der Saft darin an zu blubbern und das Fleisch gart langsam. Wenn es dann fertig ist und man reinbeißt, ist es gleichzeitig zart und bissfest, und der Meeresgeschmack breitet sich richtig intensiv im Mund aus.

Ich habe auch in Busan und auf Jeju schon oft Abalone gegessen, aber ehrlich gesagt schmeckt die Abalone selbst je nach Herkunft gar nicht so unterschiedlich. Ich glaube, es ist eher die Situation – direkt am Meer, frisch gegrillt, sofort essen – die den Geschmack so besonders macht.

Jakobsmuscheln auf der Grillplatte, Schalen öffnen sich und der Saft blubbert

Jakobsmuschel-Adduktor: Zarter als Abalone, fast schmelzend

Jakobsmuscheln dürfen beim koreanischen Muschelgrillen auf keinen Fall fehlen. Sobald sie auf der Grillplatte liegen, öffnen sich die Schalen und der Saft darin fängt an zu blubbern. Der runde Adduktormuskel in der Mitte ist das Herzstück. Wenn der gar ist, schmeckt er leicht süßlich und nussig. Während Abalone eher bissfest ist, hat der Jakobsmuschel-Adduktor eine weiche, fast schmelzende Textur.

Nahaufnahme von großen Garnelen, Meeresfrüchte-Bällchen, Steckmuschel-Adduktor und Käse auf der Grillplatte

Aus der Nähe betrachtet liegen auch große Garnelen mit auf der Platte, und Steckmuschel-Adduktoren wurden separat in dicken Scheiben serviert. Die runden Dinger daneben sind Meeresfrüchte-Bällchen, und tatsächlich waren die an diesem Tag das Highlight – nicht die Abalone und nicht die Jakobsmuscheln. Außen werden sie knusprig, aber wenn man reinbeißt, platzt das Meeresfrüchte-Fleisch auf und der Saft spritzt richtig raus. Auf der Speisekarte waren sie total unauffällig, aber geschmacklich waren sie das Beste vom ganzen Tag.

🐙 Koreanisches Muschelgrillen – gut zu wissen für Erstbesucher

In koreanischen Muschelgrill-Restaurants an der Küste grillt man als Gast selbst auf der heißen Platte am Tisch. Das kann am Anfang etwas verwirrend sein, aber meistens kommt das Personal vorbei, stellt die Hitze ein und erklärt sogar die Reihenfolge, in der man alles auflegen sollte. In Korea genießt man das wie ein Meeresfrüchte-Barbecue.

Komplettes Muschelgrill-Set mit Jakobsmuscheln, Garnelen, Miesmuscheln, Rindfleisch, Sojasprossen und Enoki-Pilzen auf einer Platte

Meeresfrüchte, Fleisch und Gemüse – alles auf einer Platte

Insgesamt sah das Ganze so aus: Jakobsmuscheln, Garnelen, Miesmuscheln und dünn geschnittenes Rindfleisch auf einer Platte, und drumherum Sojasprossen und Enoki-Pilze als Rahmen. Die meisten Muschelgrill-Restaurants an Koreas Küste machen es genau so.

Aus der Schale gelöster Jakobsmuschel-Adduktor wird direkt auf der Grillplatte goldbraun gegrillt

Die Jakobsmuscheln haben wir auf zwei Arten gegessen: einmal in der Schale gegart und einmal den Adduktor herausgelöst und direkt auf der Platte gegrillt. Die Version in der Schale war durch den aufgefangenen Saft saftig und zart, während die direkt gegrillte Version außen leicht goldbraun wurde und eine nussig-zähe Textur bekam. Dieselbe Jakobsmuschel, aber je nach Zubereitungsart fühlte es sich an wie zwei komplett verschiedene Gerichte – das fand ich echt spannend. Sogar Leute, die keinen Fischgeruch mögen, haben die direkt gegrillte Variante gerne gegessen.

Dicke Steckmuschel-Adduktoren mit Mozzarella-Käse und Meeresfrüchte-Bällchen auf einem Tablett

Käse auf Steckmuschel-Adduktor – ernsthaft?

Das hier kam auf einem separaten Tablett: Dick geschnittene Steckmuschel-Adduktoren, obendrauf eine ordentliche Portion Mozzarella-Käse. Die runden Dinger daneben sind wieder die Meeresfrüchte-Bällchen, die kommen zusammen auf die Grillplatte. In Korea ist es ziemlich verbreitet, Käse zum Muschelgrillen dazuzugeben. Wenn man den Käse auf den Adduktor legt und zusammen grillt, schmilzt der Käse und vermischt sich mit dem salzigen Meeresgeschmack. Klingt erstmal seltsam, ich weiß. Aber nach dem ersten Bissen versteht man es sofort.

Dünn geschnittenes Chadolbagi-Rindfleisch mit sichtbaren weißen Fettschichten zwischen rotem Fleisch auf einem Teller

Chadolbagi und Samhap: Zum koreanischen Muschelgrill gehört Rindfleisch dazu

Chadolbagi war auch im Set dabei. Das ist dünn geschnittenes Rindfleisch von der Unterbrust, bei dem sich rotes Fleisch und weiße Fettschichten abwechseln – sehr charakteristisch. Auf der Grillplatte schmilzt das Fett zuerst und ein nussiges Aroma breitet sich aus, und nach ein paar Sekunden ist es schon gar. In Korea ist es quasi Standard, dass Chadolbagi zum Muschelgrill dazugehört. Man nimmt Meeresfrüchte, Fleisch und Gemüse und wickelt alles zusammen in einen Bissen – das nennt man „Samhap". Das Fleisch hier war koreanisches Hanwoo-Rind, und der Umami-Geschmack des Fetts war deutlich intensiver als bei normalem Rindfleisch.

💰 Preisinfo

Für 4 Personen etwa 100.000 Won (ca. 17–18 € pro Person). In Städten im Landesinneren bekommt man für einen ähnlichen Preis manchmal sogar ein Mini-Menü mit rohem Fisch dazu. Dass es in Touristengebieten etwas teurer ist, stimmt schon – aber bei dieser Menge und Qualität hat es sich absolut nicht überteuert angefühlt.

Berge von Sojasprossen und Beilagen wie Kimchi und getrockneter Fisch auf dem Tisch

Gemüse und Beilagen: Das alles gehört zum Set dazu

Es gibt nicht nur Meeresfrüchte und Fleisch – Gemüse wird auch in rauen Mengen dazu serviert. Sojasprossen türmen sich auf wie ein kleiner Berg, daneben Kimchi und weitere Beilagen.

Reispapier in Wasser eingeweicht, daneben Enoki-Pilze und Tofu als Beilagen

Genauer betrachtet liegt neben den Sojasprossen Reispapier in Wasser eingeweicht, dazu Enoki-Pilze und Tofu nebeneinander. Das gegrillte Rindfleisch und die Adduktoren zusammen mit Sojasprossen ins Reispapier einzuwickeln war auch richtig lecker – es erinnert ein bisschen an vietnamesische Sommerrollen, deshalb dürfte es auch für Nicht-Koreaner unkompliziert zu essen sein.

Teller voll mit Enoki-Pilzen, Tofu und Schnittlauch als Standard-Beilage zum Muschelgrill-Set

Enoki-Pilze, Tofu und Schnittlauch kamen ebenfalls auf einem vollen Teller. Das war nicht extra bestellt, sondern im Set standardmäßig enthalten. Koreanische Muschelgrill-Restaurants an der Küste sind ziemlich großzügig mit den Beilagen.

Beilagen in koreanischen Restaurants sind komplett kostenlos

Kurz ein wichtiger Punkt zu den Beilagen: In koreanischen Restaurants bekommt man zum Hauptgericht automatisch Beilagen dazu, und die sind komplett kostenlos. Das ist kein Trinkgeld-Ding, sondern einfach koreanische Esskultur. Ausländische Gäste sind davon meistens ziemlich überrascht.

Kleine Schale mit in Sojasauce eingelegtem Jangajji aus Rettich und Knoblauch, süßlich-salzig

Das hier ist Jangajji – Gemüse wie Rettich oder Knoblauch, das in Sojasauce eingelegt wird. Es schmeckt süßlich-salzig und eignet sich perfekt als Gaumenreiniger zwischendurch, wenn man viel Fleisch isst.

Rotes Kimchi als Standard-Beilage in einem koreanischen Restaurant

Kimchi. Muss man eigentlich nicht erklären, oder? Das ist in jedem koreanischen Restaurant dabei – die absolute Grundlage.

Kkakdugi: Würfelig geschnittener Rettich mit Chiliflocken

Kkakdugi. Das ist Rettich, der in Würfel geschnitten und mit Chiliflocken vermengt wird. Er hat einen knackigeren Biss als normales Kimchi und erfrischt super, wenn man dazu fettiges Fleisch oder Meeresfrüchte isst.

In Sojasauce eingelegte Bärlauch-ähnliche Myeongyi-Blätter zum Einwickeln von Fleisch

Das ist Myeongyi-Namul – Blätter von wildem Bergknoblauch, in Sojasauce eingelegt. Wenn man gegrilltes Fleisch und Muschel-Adduktor auf diese Blätter legt und einwickelt, bekommt alles einen aromatischen Geschmack, der das Fettige wunderbar ausgleicht. Die Blätter dienen als Wickelgemüse.

🥬 Was ist Banchan?

In Korea bekommt man in jedem Restaurant automatisch Beilagen zum Hauptgericht – kostenlos. Kimchi, Jangajji, Kkakdugi, Myeongyi-Namul und vieles mehr. Das ist einzigartig in der koreanischen Esskultur. Wenn alles aufgegessen ist, kann man kostenlos nachbestellen. Das ist einer der Punkte, die ausländische Besucher in koreanischen Restaurants am meisten überrascht.

Chadolbagi-Rindfleisch wird auf Sojasprossen und Schnittlauch auf der Grillplatte gebraten

Jetzt wird richtig losgegrillt

Chadolbagi legt man so auf die Platte: erst Sojasprossen und Schnittlauch als Unterlage, dann das Fleisch obendrauf. Das Gemüse gibt Feuchtigkeit ab, sodass das Fleisch nicht anbrennt und schön saftig gart. Wenn alles fertig ist, vermischt sich Fleisch und Gemüse, und man greift mit den Stäbchen beides gleichzeitig – das schmeckt viel besser als alles einzeln zu essen.

Abalone windet sich auf der heißen Platte, Jakobsmuscheln werden goldbraun, Garnelen färben sich rot

Sobald alles auf der Grillplatte liegt, entfaltet sich ein richtiges Schauspiel. Die Abalone windet sich unter der Hitze in ihrer Schale, daneben werden die Jakobsmuschel-Adduktoren goldbraun, und die Garnelen wechseln ihre Farbe von blaugrau zu leuchtend rot. Das Personal hat am Anfang die Hitze eingestellt und uns die Reihenfolge erklärt: Zuerst Abalone und Jakobsmuscheln auflegen, wenn die halb gar sind das Chadolbagi dazu, und zum Schluss Sojasprossen und Schnittlauch großflächig drüber verteilen. Die Garnelen kann man zwischendurch in die Lücken auf der Platte legen.

Gesamtansicht der Grillplatte: Chadolbagi-Fett brutzelt, Dampf steigt von Sojasprossen auf, Garnelen sind durchgegart

Der Grillvorgang selbst ist der eigentliche Reiz koreanischer Meeresfrüchte

Wenn es richtig losgeht, herrscht auf der Grillplatte absolutes Chaos. Aus dem Chadolbagi tritt zischend Fett aus, die Sojasprossen dampfen und zischen, und die Garnelen sind schon knallrot. Rauch, Geräusche, Gerüche – dieser ganze Prozess ist für mich der größte Reiz eines Meeresfrüchte-Restaurants an Koreas Küste. Man bekommt nicht einfach ein fertiges Gericht serviert, sondern grillt selbst, beobachtet wie alles gart, wartet auf den richtigen Moment und greift dann zu. Der gesamte Ablauf ist Teil der Mahlzeit.

Nahaufnahme einer lebenden Abalone, die sich unter der Hitze in ihrer Schale windet

Wenn die Abalone auf der Grillplatte Hitze abbekommt, windet sie sich in ihrer Schale. Weil sie lebend gegrillt wird, kann das beim ersten Mal schon etwas schockierend sein. Während sie gart, blubbert der Saft am Schalenrand heraus – wenn man den mittrinkt, hat man den puren Meeresgeschmack direkt im Mund.

Jakobsmuscheln in der Schale gegart, mit aufgefangenem Saft in der Schale

Wenn man die Jakobsmuscheln in der Schale gart, sammelt sich der Saft genau so darin. Das schmeckt nochmal anders als die vorher direkt auf der Platte gegrillten Adduktoren – die Version in der Schale ist durch den aufgefangenen Saft deutlich saftiger und zarter. Das Brutzeln, der aufsteigende Rauchgeruch – man sieht es, hört es, riecht es, und dann isst man es. Das macht den Geschmack gefühlt doppelt so intensiv.

🔥 So war das Selbstgrillen in der Praxis

Wenn man sich an die Reihenfolge hält, die das Personal erklärt, ist es gar nicht schwer. Erst Abalone und Jakobsmuscheln, dann Chadolbagi, zum Schluss das Gemüse. Die Abalone haben wir mit der Schere in mundgerechte Stücke geschnitten und auf Myeongyi-Blätter gelegt, die Adduktoren in geschmolzenen Käse getunkt – diese Kombi war an dem Tag unser absoluter Favorit.

Gegen Ende, als fast alles aufgegessen war, wurde auf der Platte mit dem restlichen Fett, dem Gemüse und den Meeresfrüchte-Säften gebratener Reis gemacht. Die Reiskörner hatten den Geschmack von Meeresfrüchten und Chadolbagi-Fett aufgesogen – richtig nussig und unglaublich lecker.

Ganz ehrlich, nach vielen Vergleichen

Eine Sache möchte ich ehrlich sagen: Ich habe an vielen Orten an Koreas Küste Meeresfrüchte gegessen, und ich kann nicht behaupten, dass es hier überragend besser war als anderswo. Auf dem Jagalchi-Markt in Busan ist die Auswahl viel größer, und auf Jeju erinnere ich mich an deutlich größere Abalone. Selbst in Städten im Landesinneren gibt es für ähnliche Preise Restaurants mit Mini-Menüs inklusive rohem Fisch. Allerdings war die Qualität für eine Touristengegend völlig in Ordnung, und die Portionen waren über den Erwartungen. Und der eigentliche Wert dieses Restaurants lag weniger im Essen selbst als in der Tatsache, dass man direkt am Meer sitzt.

Innenansicht des Meeresfrüchte-Restaurants mit Panoramafenstern, Meerblick und Palmen-Terrasse

Es war nicht nur das Essen: Der Meerblick vom Fensterplatz

Aber das Restaurant hat nicht nur wegen des Essens überzeugt. Am Fensterplatz sieht man durch die Panoramascheiben direkt aufs Meer. Es war Herbst, aber überraschend warm, deshalb haben wir drinnen am Fenster statt draußen auf der Terrasse gesessen. Es gibt eine Terrasse mit Palmen und Sonnenschirmen – bei schönem Wetter könnte man dort bestimmt auch toll draußen essen.

Innenansicht des Restaurants mit großzügigen Tischabständen und eingebauten Grillplatten an jedem Tisch

An jedem Tisch ist eine eigene Grillplatte eingebaut, und die Tische stehen weit genug auseinander, sodass man ungestört essen kann, ohne sich vom Nachbartisch beobachtet zu fühlen. Beim Muschelgrillen entsteht schon einiges an Rauch, also braucht man diesen Abstand auch wirklich.

Blick vom Restaurant auf den Hafen und die Inseln des Gogunsan-Archipels

Meeresfrüchte essen mit Meerblick an Koreas Küste

Wenn man vor die Tür tritt, sieht man das hier: Direkt davor liegt der Hafen, und dahinter erstrecken sich die Inseln. An Koreas Küste gibt es viele Meeresfrüchte-Restaurants, in denen man mit Blick aufs Meer essen kann. Dass dasselbe Essen direkt am Meer einfach anders schmeckt, ist wahrscheinlich in jedem Land der Welt so.

Palmen und Kunstrasen-Terrasse mit Sonnenschirmen und Stühlen vor dem Meeresfrüchte-Restaurant

Vor dem Restaurant stehen Palmen, und auf einer Terrasse mit Kunstrasen sind Sonnenschirme und Stühle aufgestellt. Es ist ein Meeresfrüchte-Restaurant, aber von außen wirkt es eher wie ein Resort. Koreanische Restaurants an der Küste achten heutzutage sehr auf ihre Außengestaltung. Früher sahen die meisten wie einfache, etwas heruntergekommene Fischbuden aus – das hat sich definitiv geändert.

Außenansicht des Backsteingebäudes mit bunten Stühlen auf der Terrasse direkt am Meer

Das ist die Außenansicht des Gebäudes. Auf der Terrassenseite ist direkt dahinter das Meer, und bunte Stühle laden zum Sitzen ein. Vor und nach dem Essen saßen einige Leute hier und haben einfach nur aufs Meer geschaut.

Blick zwischen Palmen hindurch auf das nahe Meer und den Himmel auf Jangjado

So nah ist das Meer zwischen den Palmen. An einem schönen Tag möchte man eigentlich lieber draußen essen als drinnen. Das Bild ist nur mit dem Handy geschossen, deshalb ist die Qualität nicht perfekt – aber die Atmosphäre vor Ort kommt hoffentlich trotzdem rüber.

Meeresfrüchte an Koreas Küste – man muss gar nicht weit fahren

Meeresfrüchte an der koreanischen Küste zu essen ist nicht einfach nur satt werden. Vor den eigenen Augen windet sich eine lebende Abalone, Jakobsmuschel-Adduktoren werden goldbraun, und Chadolbagi-Fett brutzelt zischend über die Sojasprossen – der gesamte Prozess ist Teil der Mahlzeit. Noch bevor man die Stäbchen in die Hand nimmt, sind alle Sinne schon voll dabei. Das ist für mich der wahre Reiz eines koreanischen Meeresfrüchte-Restaurants an der Küste.

Nochmal: Dieser Beitrag ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Restaurant. Überall an Koreas Küste findet man solche Muschelgrill-Restaurants ganz einfach. Haeundae in Busan, Yeongjongdo bei Incheon, Gangneung, Pohang, Tongyeong, Yeosu, Jeju – überall, wo Meer ist, gibt es sie. Falls ihr auf eurer Korea-Reise irgendwo an der Küste vorbeikommt, geht unbedingt in eines dieser Muschelgrill-Restaurants rein.

✈️ Hinweis für ausländische Reisende

Die Insel Jangjado, die wir diesmal besucht haben, liegt etwa 3 Autostunden von Seoul entfernt. Von dort muss man noch über den Saemangeum-Deich bis auf die Insel fahren. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln nimmt man vom Stadtzentrum Gunsans den Bus Nr. 99 (fährt nur alle 60 Minuten) – ohne Mietwagen geht ein halber Tag allein für die Anreise drauf.

Im Vergleich dazu erreicht man Haeundae in Busan oder Yeongjongdo bei Incheon von Seoul aus in nur 1–2 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln, und direkt in Bahnhofsnähe gibt es Meeresfrüchte-Restaurants. Man muss also gar nicht so weit fahren, um das koreanische Küsten-Meeresfrüchte-Erlebnis zu genießen.

Infos zum besuchten Restaurant

Name: Jangjado Noeulbada (장자도 노을바다)

Adresse: 62, Jangjado 1-gil, Okdo-myeon, Gunsan-si, Jeollabuk-do, Südkorea

Telefon: +82-507-1430-5003

Öffnungszeiten: 11:00 – 21:00 Uhr (letzte Bestellung 20:20 Uhr)

Ruhetag: Jeden Mittwoch

Instagram: @jangjado_sunset_beach

Google Maps: Karte anzeigen

Speisekarte

Steckmuschel-Samhap: 2 Pers. ca. 37 € / 3 Pers. ca. 50 € / 4 Pers. ca. 57 €

Gemischter roher Fisch: 2 Pers. ca. 90 €

Scharfe Barschsuppe: 2 Pers. ca. 34 €

Getrockneter Meeraal-Eintopf: 2 Pers. ca. 34 €

Venusmuschel-Kalguksu (Nudeln): ca. 7 €

Meeresfrüchte-Ramyeon: ca. 7 €

Gebratener Reis: ca. 2 €

* Weitere Gerichte wie Mulhoe (kalte rohe Fischsuppe), Hoe-Deopbap (roher Fisch auf Reis), Abalone-Reisbrei u.a. ebenfalls verfügbar

Preise und Öffnungszeiten können sich ändern – bitte vor dem Besuch direkt überprüfen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich veröffentlicht auf https://hi-jsb.blog.

Veröffentlicht 16. März 2026 um 22:40
Aktualisiert 23. März 2026 um 20:27