Ottogi Real Cheese Cupnudeln — ehrlicher Test und Nährwerte
Zufallsfund im Convenience Store — Ottogi Real Cheese Ramen
Heute bin ich im Convenience Store an einer knallgelben Verpackung hängengeblieben. Ottogi Real Cheese Ramen. Ehrlich gesagt dachte ich beim Zugreifen schon: „Das ist doch absehbar, oder?" Käse-Instantnudeln — da weiß man doch vorher, dass es fettig wird.
Tatsächlich liest man in Online-Bewertungen auch immer wieder: „Der Käsegeschmack ist schon lecker, aber auf Dauer zu schwer" oder „Wird schnell langweilig." Eine Nudelsorte, die komplett ohne Schärfe auskommt und nur auf Käse setzt — da gehen die Meinungen offenbar ziemlich auseinander.
Aber genau deshalb war ich neugierig. Vielleicht ist das eher was für Kinder, die kein scharfes Essen mögen? Für Kindermund könnte das eigentlich perfekt passen. Ob es auch Erwachsene überzeugt, wollte ich selbst herausfinden — hier kommt mein ehrlicher Testbericht!
Erster Eindruck der Ottogi Real Cheese Ramen Verpackung

Beim Anblick der Verpackung war sofort klar, wohin die Reise geht. Hellblau-gelbe Farbkombi, und das einzige Rot ist das Ottogi-Logo. Das komplette Gegenteil von der aggressiv roten Shin Ramyun The Red Verpackung. Allein die Farben sagen: Schärfe? Fehlanzeige. Wer auf Käse steht, dem wird die Verpackung sofort ins Auge springen — und ehrlich gesagt wirkt das Ganze eher wie Kindernudeln.
Natriumgehalt der Ottogi Real Cheese Ramen — überraschend moderat

An der Seite des Bechers ist eine Natrium-Skala aufgedruckt — Stufe 4 von 8. Wenn man bedenkt, dass frittierte Suppennudeln im Durchschnitt 1.730 mg Natrium enthalten, sind 1.370 mg (69 %) überraschend wenig. Die Shin Ramyun The Red Cupversion kommt auf 1.680 mg (84 %) — das sind satte 310 mg mehr. Ich hatte erwartet, dass Käse-Instantnudeln ohne Schärfe dafür extra salzig wären, aber rein vom Natriumwert her ist das Ergebnis erstaunlich zahm.
Vollständige Nährwertanalyse der Ottogi Real Cheese Ramen
| Natrium 1.370 mg 69 % | Kohlenhydrate 72 g 22 % |
| Zucker 7 g 7 % | Fett 17 g 31 % Transfett 0 g |
| Gesättigte Fettsäuren 9 g 60 % | Cholesterin 5 mg 2 % |
| Eiweiß 10 g 18 % | Kalzium 69 mg 10 % |
※ Die Prozentangaben (%) basieren auf dem Tagesrichtwert von 2.000 kcal und können je nach individuellem Bedarf abweichen.
Im Gesamtbild sind 480 kcal, 72 g Kohlenhydrate und 10 g Eiweiß nichts Ungewöhnliches für Cupnudeln. Auffällig ist allerdings der Anteil gesättigter Fettsäuren: 9 g, das sind 60 % des Tagesrichtwerts. Bei Käsesauce in der Packung ist das unvermeidlich, aber immerhin sind Transfette bei 0 g und Cholesterin bei nur 5 mg (2 %). Der Kalziumgehalt liegt mit 69 mg (10 %) deutlich unter der Tütennudel-Version (154 mg) — vermutlich weil die Cupversion weniger Käsesauce enthält. Wer auf seine Ernährung achtet, sollte die Brühe besser nicht komplett austrinken.
Zubereitung der Ottogi Real Cheese Ramen — 2 Minuten Mikrowelle und fertig

Die Zubereitung ist simpel. Deckel komplett abziehen, Pulverbrühe hinein, kochendes Wasser bis zur Markierung (320 ml) einfüllen. Dann ab in die Mikrowelle: 2 Minuten bei 1.000 W oder 2,5 Minuten bei 700 W. Zum Schluss die Käsesauce reindrücken und gut umrühren — fertig. Ohne Mikrowelle geht's auch: Kochendes Wasser rein, Deckel drauf, 4 Minuten warten.
Zutaten und Allergieinformationen — kein Schweinefleisch enthalten

Ich habe mir die Zutatenliste genau angeschaut. Als Allergene sind aufgeführt: Weizen, Soja, Ei, Milch, Rindfleisch, Hühnerfleisch und Schalentiere. Zusätzlich gibt es Hinweise auf mögliche Spuren von Tomate, Tintenfisch, Garnelen, Krabben, Makrele und Erdnüssen.
Ein interessantes Detail fällt dabei auf: In der Shin Ramyun The Red sind sowohl Schweine- als auch Rindfleisch enthalten, weshalb sie für Muslime nicht geeignet ist. Die Real Cheese Ramen hingegen enthält kein Schweinefleisch. Nur Rind- und Hühnerfleisch. Natürlich sind auch diese nicht halal-geschlachtet, sodass strenge Halal-Kriterien nicht erfüllt sind. Aber allein die Tatsache, dass kein Schweinefleisch drin ist, eröffnet Optionen: Für Hinduisten reicht es, Rindfleisch zu meiden, und für Menschen, die Schweinefleisch generell vermeiden, bietet dieses Produkt mehr Spielraum als die Shin Ramyun The Red.
Unser Blog wird in mehreren Sprachen betrieben, weshalb Leserinnen und Leser aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen vorbeischauen. Deshalb versuchen wir, auch religiöse Ernährungseinschränkungen möglichst genau zu dokumentieren. Dass die in Korea verkaufte Ottogi Real Cheese Ramen Cupversion kein Schweinefleisch enthält, habe ich persönlich auf dem Zutatenetikett überprüft — das nur als Hinweis.
Inhalt der Packung — ein Pulvertütchen, ein Käsesaucen-Beutel

Deckel ab, und man sieht gelbe Nudeln mit ein paar getrockneten Einlagen darauf, dazu ein Tütchen Pulverbrühe (rote Verpackung) und ein Beutel Real-Käsesauce (gelbe Verpackung). Mehr ist nicht drin. Die Idee: Die Pulverbrühe liefert die Suppengrundlage, die Käsesauce kommt zum Schluss obendrauf — ein Zwei-Stufen-System.
Zubereitung Schritt für Schritt — von der Pulverbrühe bis zur Käsesauce

Zuerst die Pulverbrühe über die Nudeln streuen. Das orangefarbene Pulver häuft sich auf den Nudeln, und in diesem Stadium riecht es noch nicht nach Käse, sondern eher nach ganz normaler Instant-Brühe.

Kochendes Wasser bis zur Markierung eingießen und ab in die Mikrowelle. Bei 1.000 W sind es 2 Minuten — geht ruckzuck.
Nach 2 Minuten Mikrowelle — Nudeln aufgelöst

So sieht es nach 2 Minuten Mikrowelle aus. Die Brühe hat eine goldene Farbe angenommen, die Nudeln sind aufgelöst. Bis hierhin: ganz normale Instantnudeln, nichts Besonderes.
Jetzt kommt die Käsesauce — der flüssige Käse macht seinen Auftritt

Und jetzt kommt das Herzstück dieser Käse-Instantnudeln. Tüte aufreißen, und eine flüssige Käsesauce quillt heraus. Kein Pulver, sondern echte, dickflüssige Sauce — und schon beim Ausdrücken steigt der Käsegeruch sofort auf.

Direkt nach dem Eindrücken sieht es so aus: Ein cremiger Klumpen thront auf der Brühe, noch komplett unvermengt. Allein die Optik schreit förmlich: Das wird fettig.

Ordentlich umgerührt und die Nudeln mit Stäbchen hochgehoben. Die Brühe ist jetzt komplett cremig-gelb, die Käsesauce hat sich gleichmäßig um die Nudeln gelegt. Die Nudeln selbst sind ziemlich bissfest — beim Hochheben ziehen sie sich elastisch in die Länge.
Geschmackstest der Ottogi Cheese Ramen — Nudeln fettig, Brühe salzig
Also, jetzt mal ehrlich — wie schmeckt's wirklich?
Erstmal: Der Käsegeruch ist weder überwältigend noch kaum wahrnehmbar. Angenehm käsig, mittlere Intensität. Die Nudeln selbst sind vergleichsweise dünn für Cupnudeln.
Das Problem zeigt sich aber beim Essen. Wenn man nur die Nudeln fischt und ohne Brühe isst, wird's ziemlich schnell schwer im Magen. Die Käsesauce liegt zwar als Coating auf der Oberfläche, dringt aber nicht wirklich in die Nudeln ein. Kennt ihr das, wenn man Spaghetti macht und die Pastasauce nicht in der Pfanne mit den Nudeln vermengt, sondern einfach obendrauf klatscht? Genau so fühlt sich das an — Nudeln und Sauce leben irgendwie nebeneinander her. Trinkt man aber die Brühe dazu, wird's salzig und angenehm. Die Brühe fängt die Schwere des Käses auf und balanciert den Geschmack.
Die Online-Bewertungen sagten „lecker-käsig, aber schwer" und „wird schnell langweilig" — und nach dem Selbsttest muss ich sagen: Stimmt haargenau. Das Konzept an sich ist gut. Eine Richtung ohne jede Schärfe, die voll auf Käse setzt — das ist mutig und klar. Aber diese Käse-Instantnudeln sind definitiv was für eine ganz bestimmte Zielgruppe.
Ehrlich gesagt hat es mir persönlich nicht so zugesagt. Wahrscheinlich bin ich nach Jahren mit würzig-scharfen Ramen einfach zu sehr daran gewöhnt, und eine ganze Schüssel mit nur einem Geschmack — Käse — durchzuessen war mir etwas mühsam. Für mich persönlich war's heute leider enttäuschend. Aber wer Käse liebt, für den ist das durchaus einen Versuch wert. Ich bleibe allerdings bei diesem einen Mal!
Für internationale Leser könnte das genau das Richtige sein
Zum Schluss noch eine Anmerkung: Dieser Testbericht ist aus der Perspektive eines an scharfes Essen gewöhnten Koreaners geschrieben — das sollte man im Hinterkopf behalten. Für internationale Leserinnen und Leser, die unseren Blog besuchen, könnten diese Käse-Cupnudeln sogar richtig gut passen. Koreanische Instantnudeln verbinden die meisten automatisch mit Schärfe. Aber es gibt natürlich genug Menschen, die scharfes Essen nicht vertragen, und wer aus einer Esskultur kommt, in der Käsegeschmack völlig normal ist, für den könnte dieses Produkt sogar eine willkommene Entdeckung sein. Wer Mac and Cheese mag, wird das hier vielleicht als „koreanische Mac-and-Cheese-Ramen" empfinden. Also: Nur weil ich es durchwachsen fand, heißt das nicht, dass es nichts für euch ist — wenn es euch anspricht, probiert die Ottogi Käse-Ramen ruhig aus!
Dieser Beitrag wurde ursprünglich veröffentlicht auf https://hi-jsb.blog.