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2. März 2026 um 12:03

Koreanisches Streetfood: Bunsik-Guide mit Tteokbokki & Kimbap

#koreanisches Streetfood#asiatische Snacks#scharfe Reiskuchen
Koreanischer Bunsik-Tisch mit Tteokbokki, Frittiertem und Kimbap | 하이제이에스비

Der erste Geschmack, der dir in Korea begegnet

Es ist nicht teuer. Du musst auch nicht lange suchen. Du läufst einfach los und plötzlich erreicht der Duft deine Nase, bevor du überhaupt merkst, woher er kommt. Ob in kleinen Gassen, auf Märkten oder vor Schulen – in Korea gibt es das überall. Ein Teller für umgerechnet etwa 1,50 € reicht schon aus, um glücklich zu werden.

Das ist koreanisches Bunsik.

Für Koreaner ist Bunsik nicht einfach nur Essen. Es ist die Erinnerung an die Gasse, in die man nach der Schule mit Freunden gerannt ist, die Augen leuchtend vor einem 50-Cent-Spieß Tteokbokki. Dieser Geschmack lebt auch nach Jahrzehnten noch genauso weiter. Und genau derselbe Geschmack wartet jetzt auf euch, wenn ihr Korea bereist.

Wenn ihr auf eurer Korea-Reise kein einziges Mal Bunsik gegessen habt, dann habt ihr ehrlich gesagt die Hälfte verpasst. Neugierig, wie es schmeckt? Sobald ihr die Fotos seht, versteht ihr sofort. Scrollt einfach weiter.

Bunsik-Platte mit Tteokbokki, Frittiertem und Kimbap auf einer heißen Platte | 하이제이에스비

Was euch erwartet, wenn ihr euch das erste Mal hinsetzt

Weiße Stäbchen in roter Soße, knusprig Frittiertes, in Seetang gerollte Röllchen – beim ersten Mal könnt ihr vielleicht nicht zuordnen, was das alles ist. Kein Problem. Mir ging es am Anfang genauso.

Die weißen Stäbchen in der roten Soße sind Tteokbokki. Das sind zäh-weiche Reiskuchen aus Reismehl, die in einer scharf-süßen Soße eingekocht werden. Das absolute Aushängeschild von koreanischem Bunsik. Daneben das Knusprige ist Twigim – also Frittiertes. Verschiedenste Zutaten wie Gemüse, Chili, Tintenfisch oder Reiskuchen werden in Teig gehüllt und frittiert. Wenn man die dann in die Tteokbokki-Soße tunkt, entsteht ein völlig neuer Geschmack. Und die in Seetang gewickelten Rollen sind Kimbap. Reis, Gemüse, Schinken, Ei und mehr werden in Seetang eingerollt und in mundgerechte Stücke geschnitten. Sieht japanischem Sushi ähnlich, ist aber ein komplett anderes Gericht.

Wenn diese drei Sachen zusammen auf dem Tisch stehen, dann ist das die perfekte Bunsik-Kombi.

Was ist Tteokbokki?

Zäh-weiche Reiskuchen (Rice Cake) aus Reismehl, die in einer Soße auf Gochujang-Basis eingekocht werden. Gochujang ist eine traditionelle koreanische fermentierte Paste – scharf, aber gleichzeitig mit einer tiefen Süße.

Die Konsistenz der Reiskuchen ist zäh und weich zugleich. Je mehr man kaut, desto mehr Soße kommt heraus. Selbst wer sonst kein scharfes Essen mag, greift nach dem ersten Bissen immer wieder zu.

🌶️ Schärfegrad 2–3 / 5 🌾 Hauptzutat: Reiskuchen 🐷 Nicht vegetarisch 💰 ca. 2,50 € – 4,00 €
Nahaufnahme von glänzenden Tteokbokki-Reiskuchen in roter Soße auf der heißen Platte | 하이제이에스비

So sieht es aus der Nähe aus

Die kleinen Reiskuchen sind vollgesogen mit Soße und glänzen richtig schön. Wenn der Holzlöffel sie langsam umrührt, sieht man, wie die Soße zwischen die einzelnen Stücke sickert. Genau dieser Moment – da sieht es am leckersten aus. Ehrlich, schon allein beim Foto läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

In koreanischen Bunsik-Läden wird Tteokbokki so auf einer großen heißen Platte in großen Mengen zubereitet. Nichts wird vorgekocht. Sobald eine Bestellung reinkommt, wird direkt die Soße aufgegossen und losgebraten. Deshalb kommt es immer heiß und frisch auf den Tisch. Die Größe der Reiskuchen fällt auch auf, oder? Jeder Bunsik-Laden verwendet leicht unterschiedlich große Reiskuchen. Diese kleinen, dicken hier saugen die Soße besonders gut auf und passen perfekt in einem Bissen in den Mund.

Tteokbokki-Portion auf rosa Teller mit Folie und Zahnstocher | 하이제이에스비
Bunsik-Teller nur mit Reiskuchen in roter Soße von oben | 하이제이에스비

Endlich steht es vor mir

Auf einem rosa Teller mit Folie ausgelegt kam das Tteokbokki serviert. Seht ihr den einzelnen Zahnstocher, der drinsteckt? Das ist koreanischer Bunsik-Charme pur.

Aber Moment mal, ist euch etwas aufgefallen? Da sind nur Reiskuchen. Nichts anderes.

Tatsächlich ist es in den meisten koreanischen Tteokbokki-Läden so, dass beim Bestellen von Tteokbokki auch Eomuk (Fischkuchen) mit drin ist. Zäher Fischkuchen, vollgesogen mit Soße, zusammen mit den Reiskuchen – das ist eigentlich die Standard-Kombi, die die meisten Leute im Kopf haben. Aber dieser Laden hier ist anders. Es gibt nur Reiskuchen. Das ist einfach deren Stil.

Das ist aber nichts Schlechtes. Im Gegenteil, man kann sich so voll und ganz auf den Geschmack der Reiskuchen selbst konzentrieren. Dicke, vollgesogene Reiskuchen, ein ganzer Teller voll – das hat seinen ganz eigenen Charme. Am Anfang dachte ich, ohne Fischkuchen fehlt was, aber wenn man erst mal anfängt zu essen, verfällt man dem Stil dieses Ladens. Gut zu wissen für eure Korea-Reise: Jeder Tteokbokki-Laden kann eine andere Zusammenstellung haben – wenn ihr das vorher wisst, seid ihr nicht überrascht.

Frittierte Bunsik-Auswahl mit Gimmari, Gemüse-Twigim und Käsesticks im Körbchen | 하이제이에스비

Das hier habe ich neben dem Tteokbokki bestellt

Von links nach rechts: Gimmari (in Seetang gerolltes Frittiertes), Twigim (Gemüse-Frittiertes) und Käsesticks. Alles zusammen in einem Körbchen serviert – und diese Kombination ist unerwartet perfekt.

Käsesticks sind eigentlich kein typisches Bunsik-Menü. Normalerweise findet man die eher bei Chicken-Läden oder Fast-Food-Restaurants. Wenn ein Bunsik-Laden Käsesticks anbietet, ist das meistens deren besonderes Spezialmenü. Die Käsesticks hier waren außen knusprig und innen zog sich der Käse endlos lang – ist das echt?! Gimmari und die verschiedenen Twigim-Sorten hingegen sind absolute Standardmenüs, die man in jedem koreanischen Bunsik-Laden findet. Wenn man Tteokbokki bestellt, bestellt man die fast automatisch dazu, wie ein Set.

Was ist Gimmari?

Glasnudeln werden in Seetang (Gim) eingerollt, in Teig gehüllt und frittiert. Außen knusprig, innen voller zäher Glasnudeln. In koreanischen Bunsik-Läden ist das nach Tteokbokki eines der meistverkauften Gerichte überhaupt.

Wenn man Gimmari in Tteokbokki-Soße tunkt, dann wird's richtig gut. Auch ohne Soße ist es lecker genug, aber sobald es die rote Soße berührt, ist es ein komplett anderes Level.

🌿 Hauptzutaten: Seetang + Glasnudeln 🌶️ Nicht scharf 💰 ca. 0,30 € – 0,70 € / Stück

Frittiertes im koreanischen Bunsik-Laden (Twigim-Sorten)

Yachae Twigim (Gemüse-Frittiertes)

Karotten, Zwiebeln, Chili und anderes Gemüse werden in Teig gehüllt und frittiert. Der absolute Grundklassiker unter den Bunsik-Frittierten. Unter der knusprigen Teighülle bleibt die Feuchtigkeit des Gemüses erhalten – richtig guter Biss.

Ojingeo Twigim (Tintenfisch-Frittiertes)

Tintenfisch (Squid) wird in Teig gehüllt und frittiert. Die zähe Konsistenz des Tintenfischs trifft auf die knusprige Panade – je mehr man kaut, desto mehr Geschmack kommt raus. Besonders beliebt bei Meeresfrüchte-Fans.

Gochu Twigim (Chili-Frittiertes)

Scharfe oder milde Chilischoten werden mit Glasnudeln oder Klebreis gefüllt und frittiert. Außen knusprig, innen zäh. Perfekt für alle, die es scharf mögen.

Tteok Twigim (Reiskuchen-Frittiertes)

Die gleichen Reiskuchen wie bei Tteokbokki werden in Teig gehüllt und frittiert. Außen knusprig, innen zäh-weich – der Reiskuchen bleibt genau so. In Tteokbokki-Soße getunkt schmeckt es doppelt so gut.

Gimmari Twigim (Seetang-Glasnudel-Rolle)

Glasnudeln in Seetang gerollt und frittiert. Unter allen Twigim-Sorten die unangefochtene Nummer eins in der Beliebtheit. Wenn ihr im Bunsik-Laden nur ein einziges Frittiertes aussuchen dürft – nehmt das hier.

Nahaufnahme von Gimmari, Gemüse-Twigim und Käsesticks im Körbchen | 하이제이에스비

Noch ein bisschen näher dran

Links das Dunkle ist Gimmari. Weil es in Seetang gewickelt und dann frittiert wird, hat es diese dunkle Farbe. Beim ersten Anblick vielleicht etwas ungewohnt, aber nach dem ersten Bissen versteht man es sofort. Die knusprige Panade außen und die zähen Glasnudeln innen – diese Textur macht richtig süchtig.

In der Mitte das unregelmäßig Geformte ist Yachae Twigim (Gemüse-Frittiertes). Genau diese ungleichmäßige Form ist der Clou. Wenn der Teig unregelmäßig frittiert wird, bilden sich dazwischen Luftbläschen, die für extra Knusprigkeit sorgen. Rechts das Dicke, Goldbraune sind Käsesticks. Die Außenschicht aus Paniermehl sorgt für die kräftige, volle Farbe. Wenn man reinbeißt, zieht sich der Käse endlos lang – genau DAS ist der Moment. Dass alle drei zusammen in einem Körbchen kommen, ist an sich schon ein optisches Highlight.

Nahaufnahme von zwei goldbraunen Käsesticks mit Paniermehl-Kruste nebeneinander | 하이제이에스비

Käsesticks – wenn der Bunsik-Laden die hat, habt ihr Glück

Die goldbraune Paniermehl-Kruste ist deutlich zu sehen. Schon wie die beiden nebeneinander liegen, sieht appetitlich aus. Außen knusprig, innen Käse, der sich endlos zieht. Wenn ein Bunsik-Laden die verkauft, habt ihr echt Glück gehabt.

Gemischtes Frittiertes-Set mit Gimmari, Gemüse-Twigim und Käsesticks im Bunsik-Körbchen | 하이제이에스비

Gemischtes Frittiertes-Set – alles in einem Körbchen

Alle drei Sorten in einem Körbchen. Links Gimmari, in der Mitte Yachae Twigim (Gemüse-Frittiertes), rechts Käsesticks. Wenn man das so auf einen Blick sieht, versteht man sofort, was den Charme von frittiertem koreanischem Streetfood ausmacht, oder? Jedes Stück hat eine andere Farbe, eine andere Form, eine andere Textur. Genau das ist der Punkt.

Gimmari-Querschnitt in Nahaufnahme mit Glasnudeln im Seetang-Mantel | 하이제이에스비

Gimmari-Nahaufnahme – man sieht alles

Von Nahem sieht man das Innere, oder? Im Seetang (Gim) stecken jede Menge Glasnudeln. Die äußere Teighülle ist dünn und knusprig, aber wenn man reinbeißt, kaut man auf den zähen Glasnudeln darin herum. Genau dieser Texturkontrast – das ist alles, was Gimmari ausmacht. In Tteokbokki-Soße getunkt, muss man den Geschmack wohl nicht mehr erklären.

Tuna-Kimbap mit Sesam auf weißem Teller, Querschnitt sichtbar | 하이제이에스비

Als nächstes: Thunfisch-Kimbap aus dem Bunsik-Laden

Ein weißer Teller voller Thunfisch-Kimbap. Am Querschnitt erkennt man alles sofort: weißer Reis, rosa Schinken, gelbes Danmuji (eingelegter Rettich), orangefarbene Karotte, grüner Spinat und dazu Thunfisch. Diese Farbkombination ist der Zauber von Kimbap. Obendrauf sind Sesamkörner gestreut, und rechts sieht man auch kleinere Röllchen, die an Mini-Kimbap erinnern.

Wenn man im Bunsik-Laden bestellt, wird eine ganze Rolle so aufgeschnitten und auf dem Teller angerichtet. Mundgerechte Größe, leicht zu essen, und selbst unterwegs krümelt nichts. Es sieht japanischem Sushi ähnlich, ist aber komplett anders. Kein Essig-Reis, sondern mit Sesamöl gewürzter Reis, und die Füllungen sind viel vielfältiger.

🐟 Chamchi Kimbap (Thunfisch-Kimbap)

Dosethunfisch wird mit Mayonnaise vermengt und eingerollt. Durch den mild-nussigen Geschmack ist es eine der meistbestellten Kimbap-Sorten im Bunsik-Laden.

🥩 Sogogi Kimbap (Rindfleisch-Kimbap)

In Sojasauce gebratenes Rindfleisch kommt hinein. Der salzige und leicht süße Geschmack des Fleisches passt perfekt zum Reis. Fühlt sich wie ein Upgrade vom normalen Kimbap an.

🥗 Yachae Kimbap (Gemüse-Kimbap)

Nur Gemüse, kein Fleisch: Gurke, Karotte, Spinat, eingelegter Rettich, Klettenwurzel. Die perfekte Wahl für Vegetarier.

🌶️ Kimchi Kimbap

Mit gebratenem Kimchi gefüllt. Der säuerlich-scharfe Kimchi-Geschmack platzt einem förmlich im Mund. Polarisiert, aber wer es mag, liebt es richtig.

🦐 Saeu Kimbap (Garnelen-Kimbap)

Mit ganzen Garnelen oder Garnelenfleisch gefüllt. Die knackige Textur der Garnelen bildet einen tollen Kontrast zum weichen Reis.

🍳 Gyeran Kimbap (Ei-Kimbap)

Mit dünn gebratenem Eierröllchen (Rolled Omelette) gefüllt. Mild und nicht scharf – ideal als Empfehlung für alle, die zum ersten Mal Kimbap probieren.

🍙 Kkoma Kimbap (Mini-Kimbap)

Viel kleiner gerollt als normales Kimbap. Perfekte Häppchengröße, ideal zum Snacken. In Tteokbokki-Brühe getunkt entsteht ein völlig neuer Geschmack.

🌟 Chungmu Kimbap

Stammt aus Tongyeong in der Provinz Gyeongsang. Nur mit Reis gefüllt, klein gerollt und mit Rettich-Kimchi und scharfem Tintenfisch-Salat serviert. Eine besondere Kimbap-Art, um regionale koreanische Esskultur kennenzulernen.

Nahaufnahme Thunfisch-Kimbap-Querschnitt mit sichtbaren Schichten aus Thunfisch, Karotte, Rettich und Schinken | 하이제이에스비

Dieses Foto ist am ehrlichsten

Der Querschnitt zeigt alles direkt. Wie viel Thunfisch drin ist, wie kräftig die Farbe des eingelegten Rettichs leuchtet. Auf dem weißen Reis stecken Sesamkörner, dazwischen rote Karotte, rosa Schinken, gelber Rettich und mittendrin jede Menge Thunfisch. Wenn ihr in Korea zum ersten Mal Kimbap esst – das hier ist der Klassiker.

Kimbap-Querschnitt mit herausragender Klettenwurzel wie ein Stäbchen | 하이제이에스비

Klettenwurzel (Burdock Root) – sieht komisch aus, aber probier mal

Seht ihr in der Mitte, wie oben aus dem Kimbap etwas wie ein Stäbchen herausragt? Das ist Klettenwurzel (Burdock Root). Die wird süß-salzig in Sojasauce eingekocht, und je mehr man kaut, desto nussiger wird der Geschmack. In Korea ist es völlig normal, dass Klettenwurzel im Kimbap steckt. Beim ersten Mal mag es ungewohnt sein, aber nach dem ersten Bissen will man es nicht mehr missen.

Mehrere Thunfisch-Kimbap nebeneinander aufgestellt mit sichtbaren Zutatenschichten | 하이제이에스비

Gleiches Kimbap, aber jeder Querschnitt sieht anders aus

Die Querschnitte nebeneinander aufgereiht. So sieht man auf einen Blick, wie viele verschiedene Zutaten in einem Kimbap stecken. Der weiße Reis bildet den äußeren Ring, und in der Mitte finden sich Thunfisch, Karotte, eingelegter Rettich, Gurke und Schinken Schicht für Schicht. Obwohl es dasselbe Thunfisch-Kimbap ist, sieht jeder Schnitt anders aus, je nachdem wo man schneidet. Das ist auch eine der Freuden von Kimbap.

Komplette Bunsik-Tafel mit Tteokbokki, Thunfisch-Kimbap und Frittiertem-Körbchen | 하이제이에스비

Das ist das klassische Bunsik-Set

Endlich das Gesamtbild. Auf dem weißen Teller Thunfisch-Kimbap, im orangefarbenen Körbchen die Frittierten, links in der rosa Schale Tteokbokki. Wenn Koreaner in einen Bunsik-Laden gehen, bestellen sie ganz selbstverständlich so. Eine Rolle Kimbap, eine Portion Tteokbokki, ein paar Frittierte. Feste Regeln gibt es nicht. Aber alle bestellen irgendwie ähnlich.

Rotes Kkakdugi-Rettich-Kimchi in einer Keramikschale als Bunsik-Beilage | 하이제이에스비

Kkakdugi (Würfel-Rettich-Kimchi) – der Gaumen-Reset

In einer kleinen Keramikschale serviert: rotes Kkakdugi. Das ist koreanischer Rettich (Korean Radish), in Würfel geschnitten und mit Chiliflocken, Knoblauch und fermentierter Fischsauce eingelegt – eine Kimchi-Variante. Anders als Chinakohl-Kimchi hat Kkakdugi den knackigen Biss des Rettichs. So knackig, dass man es beim Kauen regelrecht hört. In Bunsik-Läden wird es oft als Beilage mitgegeben, und wenn einem das Tteokbokki zu viel wird, macht ein Stück Kkakdugi den Gaumen sofort wieder frisch.

Diese Gerichte gibt es im Bunsik-Laden auch noch

Neben den bisher vorgestellten Tteokbokki, Kimbap, Twigim und Gimmari gibt es auf der Speisekarte eines Bunsik-Ladens noch einige versteckte Gerichte. Wenn ihr die vorher kennt, könnt ihr euer koreanisches Streetfood-Erlebnis noch besser genießen.

🍜 Nudelgerichte

Jjolmyeon

Dicke, zähe Nudeln werden mit einer scharf-süßen Gochujang-Sauce vermengt. Standardmäßig kommen geschnittene Gurke und ein gekochtes Ei dazu.

Rabokki

Instant-Ramen-Nudeln kombiniert mit Tteokbokki. Die Nudeln saugen die Tteokbokki-Soße auf und die Brühe wird dabei immer kräftiger – genau das ist der Clou.

Bibim Guksu

Dünne Weizennudeln in süß-saurer Gochujang-Sauce. Besonders im Sommer beliebt.

🍲 Suppen & Eintöpfe

Eomuk Tang (Fischkuchensuppe)

Fischkuchen auf Spießen in einer heißen Brühe. An kalten Tagen ist ein Schluck dieser Brühe die reinste Medizin.

Sundaeguk (Blutwurstsuppe)

Eine kräftige Suppe mit Sundae (koreanische Blutwurst) und Innereien. Reis darin aufgelöst ergibt eine sättigende Mahlzeit.

🥢 Weitere Gerichte

Sundae (Koreanische Blutwurst)

Schweinedarm gefüllt mit Glasnudeln und Rinderblut, dann gedämpft. In Salz oder Tteokbokki-Soße getunkt – durchaus einen Versuch wert.

Gyeran Mari (Eieromelettrolle)

Ei mit Gemüse vermengt und zu einer Rolle gebraten. Weich und nussig – passt super zu Kimbap.

Odeng Kkochi (Fischkuchen-Spieß)

Fischkuchen auf Spießen, mit Sauce bestrichen und gegrillt. Perfekter Snack für unterwegs, einfach in der Hand halten und losessen.

Tteok Kkochi (Reiskuchen-Spieß)

Reiskuchen auf Spießen, mit süßer Sauce bestrichen und gegrillt. Außen knusprig, innen zäh-weich.

Zum Schluss – der Duft ruft euch schon

Koreanisches Bunsik, wie fandet ihr es? Es ist nicht teuer. Es ist nicht glamourös. Aber wenn man es einmal probiert hat, denkt man ständig daran. Das ist die Kraft von Bunsik.

Ein Teller Tteokbokki, ein paar Frittierte, eine Rolle Kimbap. Mit dieser einen Kombination machen sich Koreaner seit Jahrzehnten glücklich. Wenn euch auf eurer Korea-Reise irgendwo in einer Gasse der Duft von roter Soße in die Nase steigt, geht nicht einfach vorbei. Dieser Duft ruft bereits nach euch.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F1. Wo kann man Bunsik essen?

Überall in Korea, ganz einfach zu finden. In belebten Gassen, vor Schulen, in traditionellen Märkten, in der Nähe von U-Bahn-Stationen – Bunsik-Läden gibt es wirklich überall. Besonders traditionelle Märkte sind der Ort, wo man Bunsik am günstigsten und in der gemütlichsten Atmosphäre genießen kann. In Seoul sind der Gwangjang-Markt, der Namdaemun-Markt und die Tteokbokki-Gasse in Sindang-dong bekannt. In Ausgehvierteln wie Hongdae, Sinchon oder Myeongdong findet man Bunsik-Läden sofort beim Spazierengehen. Auf Google Maps einfach „분식" oder „Bunsik" eingeben, und die nächsten Läden werden sofort angezeigt.

F2. Was kostet es?

Bunsik ist das Paradebeispiel für koreanisches Volksessen. Auch wenn die Preise in Korea gestiegen sind, kann man damit immer noch eine günstige Mahlzeit bekommen.

🌶️ Tteokbokki ca. 2,50 € – 4,00 €
🍙 Kimbap (1 Rolle) ca. 2,00 € – 3,50 €
🍤 Twigim (1 Stück) ca. 0,30 € – 0,70 €
🌿 Gimmari (1 Stück) ca. 0,30 € – 0,70 €

※ Auf traditionellen Märkten ist es oft noch günstiger. Alle drei zusammen bestellt, bleibt man meistens unter 7 €.

F3. Ist Bunsik scharf? Geht es auch, wenn man kein scharfes Essen verträgt?

Das Aushängeschild Tteokbokki ist ein scharfes Gericht. Aber nicht alles bei Bunsik ist scharf.

🌶️ Tteokbokki — Schärfegrad 3–4 / 5. Es hat auch Süße, deshalb isst man mehr als gedacht.
Kimbap — Überhaupt nicht scharf. Mild und nussig, man kann es ganz entspannt essen.
Twigim / Gimmari — Nicht scharf. Solange man es nicht in Tteokbokki-Soße tunkt, ist es einfach mildes Frittiertes.

💡 Beim Bestellen könnt ihr „Deol maepge haejuseyo" (Bitte weniger scharf) sagen. Manche Läden passen die Schärfe an.

F4. Kann man es mitnehmen? Kann man es unterwegs essen?

Ja, in den meisten Bunsik-Läden kann man zum Mitnehmen bestellen. Auf Koreanisch sagt man „Pojang haejuseyo" (Zum Mitnehmen, bitte). Kimbap eignet sich perfekt zum Mitnehmen und unterwegs Essen. Bei Tteokbokki sollte man wegen der Brühe vorsichtig sein. Frittiertes wird mit der Zeit weich, deshalb am besten sofort essen. Auf traditionellen Märkten und in Essensgassen ist es sogar ganz natürlich, im Gehen zu essen.

💡 Bei To-go-Bestellungen einfach nach Besteck oder Zahnstochern fragen – die werden mitgegeben.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf https://hi-jsb.blog veröffentlicht.

Veröffentlicht 2. März 2026 um 12:03
Aktualisiert 2. März 2026 um 12:09