
Meerblick-Café in Gyeongju | Der König in Yangnam
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Meerblick-Café in Gyeongju Yangnam — ein großes Bäckerei-Café direkt neben den Jusangjeolli-Klippen
Wenn man an eine Reise nach Gyeongju denkt, fallen den meisten zuerst Bulguksa, Cheomseongdae oder Daereungwon ein, also eher die historischen Orte im Landesinneren. Aber wusstet ihr, dass Gyeongju auch ans Meer grenzt? Entlang der Ostküste von Yangnam liegt das Naturdenkmal Jusangjeolli, und direkt daneben steht das riesige Meerblick-Café Der König, ein Bäckerei-Café mit goldener Gorilla-Statue, bodentiefen Fenstern, Küstenweg, Kinderbereich und sogar einem Sandspielplatz draußen.
Ich lebe in Korea und war Ende September 2025 mit meiner Frau dort. An dem Tag kamen wir gerade von Seokguram und sind auf dem Weg Richtung Ostküste noch hier vorbeigefahren. Von Seokguram aus sind es ungefähr 40 Minuten und etwa 30 km. Obwohl schon Ende September war, brannte die Sonne noch wie mitten im Hochsommer. Wir kamen gegen 13 Uhr an, blieben etwa eine Stunde und fuhren danach weiter Richtung Pohang. Ich gehe das jetzt mit meinen eigenen Fotos Stück für Stück durch.

Der goldene Kingkong überwältigt schon auf dem Parkplatz
Sobald man das Auto abstellt und aussteigt, steht da dieser riesige goldene Kingkong. Beim ersten Blick erschrickt man wirklich kurz. Das Ding ist fast so groß wie das Gebäude selbst und schon von weitem sichtbar. Man könnte fast ohne Navi sagen: Ah, da ist es. Der Parkplatz ist außerdem ziemlich groß, also hatte ich selbst am Wochenende nicht das Gefühl, dass das Parken hier stressig werden würde. Gerade in Yangnam gibt es einige Cafés mit engen Parkflächen, aber hier war das wirklich entspannt.

Damit ihr euch die Größe vorstellen könnt: Auf diesem Foto sieht man meine Frau von hinten, und selbst dann ist das nur ungefähr auf Höhe des Unterarms der Figur. Wenn jemand danebensteht, wirkt die Skulptur wirklich überwältigend groß. Schaut man genauer hin, ist die Oberfläche dicht mit Zahnrädern, Motorenteilen und anderen Metallstücken gefüllt. Das ist Upcycling-Kunst, aber nicht so ein schnell zusammengebautes Ding, sondern eine richtig aufwendig gemachte Skulptur. Ich habe niemanden gesehen, der hier nicht wenigstens ein Foto gemacht hätte.

Ein Eingang, als würde man in eine Burg hineinlaufen
Und nicht nur der Kingkong ist groß. Ich dachte erst, damit wäre der Effekt schon vorbei, aber selbst der Eingang zum Café ist als riesiger Bogen gebaut. Die Decke öffnet sich hoch nach oben, an beiden Seiten ziehen sich Steinwände entlang, und in dem Moment fühlt es sich fast an, als würde man in eine Burg laufen. Über dem Bogen hängt ein großes Schild, und je weiter man hineingeht, desto schmaler wird der Durchgang, sodass man ganz natürlich in das Café hineingezogen wird. Das ist kein einfacher Eingang, sondern schon eine kleine Attraktion für sich.

Innenraum des Cafés Der König — ein riesiger Ort mit Themenbereichen
Drinnen überrascht einen zuerst einmal die Größe. Der erste Bereich hat blaue Wände, schildförmige Verzierungen, Leuchten wie alte Straßenlaternen und sogar eine Iron-Man-Figur. Die Tische stehen großzügig verteilt, und die Stoffstühle waren bequem genug, um auch länger sitzen zu bleiben. Ich hatte gehört, dass es hier einen Kinderbereich gibt, und ehrlich gesagt sieht schon dieser Teil so aus, als könnte er für Kinder fast wie ein kleiner Freizeitpark wirken.

Die Meerblick-Halle mit einer ganzen Reihe von Kronleuchtern
Die Stimmung kippt aber erst richtig in der inneren Halle. Von der Decke hängen mehrere große Kristalllüster, und die sind wirklich nicht klein. Sie wirken eher wie etwas aus Hotellobbys als aus einem Café. Direkt daneben stehen die bodentiefen Fenster zur Meerseite, sodass das Licht der Lüster und das Licht des Himmels gleichzeitig hereinkommen. Die Sitzplätze dort bestehen aus schwarzen Metallstühlen, deren Rückenlehnen überraschend breit und bequem waren. Nur etwas kühl waren sie, obwohl schon Ende September war.

Wie lang diese Halle ist? Man sieht gefühlt kein Ende. Auf der einen Seite Meerblick durch Glas, auf der anderen Seite Backsteinwände und europäisch wirkende Scheinfassaden mit falschen Fenstern. Dazwischen stehen gelbe Samtsofas und Leuchten wie Straßenlaternen, sodass es richtig Spaß macht, beim Durchgehen einen Platz auszuwählen. Am Wochenende soll es hier tagsüber ziemlich voll werden, aber an meinem Wochentagnachmittag Ende September war es so locker wie auf dem Foto.

Von der anderen Seite sieht derselbe Raum wieder ganz anders aus. Die Reihe weißer Stühle zieht sich bis zum Fenster entlang, zwischen großen Pflanzkübeln stehen die Tische, und die Kronleuchter wiederholen sich bis zum Ende der Decke. Aus der Distanz sah das wirklich schön aus. Es ist derselbe Raum wie auf dem Foto davor, nur andersherum, und trotzdem wirkt die Stimmung komplett anders. Weil man von fast jedem Platz aus den Blick aufs Meer hat, muss man sich wegen des Sitzplatzes nicht verrückt machen.

Das Ostmeer direkt vor dem Fensterplatz
Wenn man am Fenster sitzt, sieht man genau das. Das Ostmeer liegt einfach direkt vor einem. Durch die Scheibe hat man Küstenlinie, Felsen und sogar Windräder in der Ferne auf einmal im Blick. Meine Frau stand hier eine ganze Weile und hat nur rausgeschaut. Ich wollte mich schon hinsetzen, aber sie meinte, sie wolle noch kurz weitersehen. Unten konnte man sogar einen Rasengarten erkennen, und später habe ich erfahren, dass man da ebenfalls hinuntergehen kann.

Auch auf der Terrasse im zweiten Stock gibt es Sitzplätze. Das ist der Bereich, in dem man draußen sitzen und die Luft direkt vom Meer abbekommen kann. Hinter dem Glasgeländer liegen der Rasengarten und das Meer ganz offen vor einem. Durch die sofaartigen Plätze mit Kissen hat man sofort das Gefühl, man wolle dort gar nicht mehr aufstehen. Bei gutem Wetter ist es hier wahrscheinlich schöner als drinnen. Ende September war der Wind zwar schon spürbar, aber genau das macht so ein Küstencafé doch irgendwie aus.

Eine europäische Wand, als gäbe es im Café noch ein zweites Café
Wenn man sich die Wand ansieht, wurde dort die Fassade eines europäischen Straßencafés komplett nachgebaut. Ein Schild, Rundbogenfenster und sogar grünliches Glas, das an Bleiglas erinnert. Es fühlt sich wirklich so an, als stünde mitten im Café noch einmal ein anderes Café.

Es bleibt aber nicht beim Gorilla. Im hinteren Bereich stehen noch zwei weitere riesige Metallskulpturen. Mit Axt und Schild. Zusammengebaut aus Zahnrädern und Motorenteilen, also offenbar von derselben Art Upcycling-Kunst wie der goldene Gorilla draußen. Während man daneben sitzt und Kaffee trinkt, wandern die Augen immer wieder dorthin.

Aus der Nähe sieht das dann so detailliert aus. In einer Hand die Axt, in der anderen der Schild. Die Figur steht in einer Vitrine, und weil sie fast bis zur Decke reicht, lässt sich ihre Größe auf Fotos gar nicht richtig einfangen. In echt wirkt sie schon ziemlich wuchtig.

Skulpturen und Fotopunkte überall im Innenraum
Auch drinnen gibt es einen Kingkong. Der hier ist goldfarben und scheint in einer Pose aus der Wand herauszubrechen. Sogar die silbern glänzenden Zähne stechen sofort ins Auge. Zusammen mit der schwarz-weißen Häuserkulisse dahinter sieht das auf eine seltsame Art ziemlich cool aus. Hier haben wirklich viele Leute Fotos gemacht.

An der europäisch gestalteten Wand stehen durchgehend orange und gelbe Samtsofas. Die falschen Fenster und die angebrachten Laternen sorgen dafür, dass man beim Sitzen fast das Gefühl bekommt, auf einer Außenterrasse zu sein. Für Fotos war das hier wahrscheinlich der beste Platz.

Geht man noch etwas weiter hinein, ändert sich die Stimmung schon wieder. Zwischen bunten Fassaden stehen plötzlich Metallskulpturen, von oben hängen Ranken herunter, und man hat eher das Gefühl, durch eine thematische Gasse in einem Freizeitpark zu laufen als durch ein Café. Meine Frau und ich haben überraschend viel Zeit allein damit verbracht, zu überlegen, wo wir uns hinsetzen wollen.

Sogar solche Details gab es. Ein Mini-Balkon an der Wand, an dem kleine Blumentöpfe hängen, dazu Vorhänge. Genau solche Kleinigkeiten hatte ich nicht erwartet. Ich dachte erst, das wäre einfach nur ein großes Café, aber in jeder Ecke tauchte wieder etwas auf, das man sich anschauen konnte.

Das hier war dann noch eine Ritterskulptur in Rüstung. Sie steht mit dem Schwert im Boden, und wenn man sie mit den weißen Stühlen daneben vergleicht, ist sie ungefähr zwei Menschen hoch. Zusammen mit den europäisch wirkenden Gebäudefronten im Hintergrund fühlt es sich fast so an, als stünde man mitten in einem mittelalterlichen Dorf.

Aus diesem Winkel sieht man den Raum als Ganzes. Kronleuchter, europäische Wandgestaltung, Metallskulpturen und die bunten Sofas liegen in einem einzigen Bild. Groß ist der Ort auf jeden Fall, aber nicht im Sinn von leer und langweilig. Weil jeder Bereich ein anderes Thema hat, wird es beim Herumlaufen nicht eintönig.

Die Bäckereitheke, an der man beim Brot-Auswählen aufs Meer schaut
Schon vom Bestellbereich aus sieht man das Meer. Hinter der Bäckereiauslage liegt ein großes gebogenes Fenster, und wenn man beim Aussuchen von Kuchen kurz aufschaut, ist das Ostmeer direkt da. Ein Café, in dem man sich beim Brot-Kaufen gleichzeitig das Meer anschaut, hatte ich bis dahin noch nicht erlebt.

Durch die Scheibe sieht man die Terrassensitze, und wenn man dort draußen sitzt, ist das Meer wirklich direkt vor der Nase. Zwischen den Kiefern zieht sich die Horizontlinie sauber entlang, und ganz ehrlich: Schon dieser Blick aus dem Innenraum ist den Stopp wert. Genau so ein Platz, an dem man mit einem Kaffee in der Hand einfach still wird.

Von der Terrasse selbst sieht es dann so aus. Hinter den Kiefern zieht sich das Ostmeer weit bis zum Horizont, und an klaren Tagen soll man sogar vorbeifahrende Schiffe sehen. Unten verlaufen der Rasengarten und der Spazierweg entlang der Jusangjeolli-Klippen. Dieser Weg verbindet Eupcheon-Hafen und Haseo-Hafen auf etwa 1,7 km und führt direkt an den als Naturdenkmal Nr. 536 ausgewiesenen Klippen entlang. Ganz ehrlich: Selbst wenn der Kaffee nur mittelmäßig wäre, allein dieser Blick wäre Grund genug zu kommen. Nach einem Tag voller Tempel und Grabanlagen fühlte sich das an, als würde man in Deutschland nach stundenlangem Altstadtrundgang plötzlich direkt an der Ostsee stehen.

Die Bäckerei im Café Der König — selbst an einem ruhigen Wochentag erstaunlich gut gefüllt
Auch die Bäckereiecke wirkte nicht lieblos. Mango-Kuchen, Schokoladenkuchen und Tiramisu lagen sauber in der Auslage. Für Kuchenstücke waren sie ziemlich groß, und optisch sahen sie gut genug aus, dass das Auswählen tatsächlich Spaß machte.

Mir fiel sofort ein Windbeutel auf, in den ein Schokoplättchen mit dem Namen der Bäckerei gesteckt war. Dazu Kiwi und ordentlich Sahne. Daneben stand Tiramisu, und insgesamt wirkte die Dessertauswahl so, wie man es sich von einem richtigen Bäckerei-Café wünscht.

Das hier ist wohl ihr typisches Brot: ein Brot mit Gorilla-Gesicht. Dunkler Teig, weißes Gesicht, irgendwie richtig niedlich. Es gab auch Croissants, Salzbrot und Knoblauchbaguette. Als ich dort war, also an einem ruhigen Wochentag außerhalb der Hauptsaison, waren kaum Leute da, und trotzdem waren die Tabletts ziemlich großzügig gefüllt. Es gibt große Cafés, in denen in der Nebensaison nur noch zwei oder drei Brote traurig herumliegen. Hier war das zum Glück nicht so.

Salzbrot, Cremebrot und Gorilla-Brot lagen ordentlich getrennt in ihren Fächern, und alles wirkte frisch gebacken. Auch die Croissants hatten sichtbar schöne Schichten. Die Auswahl war nicht endlos, aber dafür solide und sauber aufgebaut.

Auch Rollkuchen gab es. Kiwi-Rolle und Heidelbeer-Rolle lagen auf Glasplatten, und der Anschnitt sah so sauber aus, dass sie wirklich frisch und hausgemacht wirkten. Daneben gab es auch etwas mit Feigen. Nur bei den Desserts allein musste sich das hier nicht hinter einer guten Bäckerei im Viertel verstecken.

Croffins und Salzbrot lagen am häufigsten aus. Die Croffins wirkten außen knusprig und insgesamt ziemlich gehaltvoll, beim Salzbrot sah man oben noch die groben Salzkörner, sodass es aussah, als wäre es gerade erst herausgekommen. Wenn die Auslage selbst an einem ruhigen Wochentag so gut gefüllt ist, dann kann ich mir gut vorstellen, dass sie in der Hauptsaison komplett voll ist.

Typische Getränke — Der-König-Einspänner und Zimt-Sahne-Latte
Ich habe den Der-König-Einspänner bestellt, ungefähr €5. Das ist eines ihrer typischen Getränke, also ein kräftiger Espresso mit einer dicken Schicht Sahne obendrauf. Serviert wird er in einem Glas mit Logo, und schon optisch machte der dunkle Espressobereich zusammen mit der schweren Creme ziemlich was her.

Meine Frau hat sich für den Zimt-Sahne-Latte entschieden, ebenfalls ungefähr €5. Er war heller als der Einspänner und die Cremeschicht wirkte weicher. Sie mag Zimt ohnehin gern, deshalb hat sie ihn genommen, und laut ihr kam das Zimtaroma angenehm und nicht zu stark durch.

Hier habe ich beide nebeneinander am Fenster fotografiert. Links der dunklere Einspänner, rechts der hellere Zimt-Sahne-Latte. Dahinter sieht man das Ostmeer und eine Felseninsel, und zusammen sah das schon ziemlich stimmig aus. Geschmacklich waren beide ehrlich gesagt einfach süß und okay. Nicht auf dem Niveau von: Dafür muss ich unbedingt noch einmal nur wegen des Kaffees herkommen. Aber vor diesem Blick war mir das komplett egal. Später fragte ich meine Frau noch, woran sie sich beim Getränk erinnere, und sie meinte nur ans Meer. Ganz ehrlich, bei mir war es genauso. Hier kommt man nicht primär wegen des Kaffeegeschmacks her, sondern um sich mit Raum und Aussicht ein bisschen zu erholen.

Preise im Café Der König und Besuchsinfos
Die Speisekarte läuft auf einem Monitor über der Theke. Es gibt eine zweisprachige Anzeige, sodass auch Ausländer grob mitlesen können, aber bestellen muss man trotzdem auf Koreanisch. Günstig ist das Preisniveau nicht. Americano etwa €4, Latte-Getränke um die €5, Smoothies ungefähr €5,5 bis €6,5. Im Vergleich zu Cafés im Zentrum von Gyeongju ist das klar teurer, aber wenn man Lage und Aussicht bedenkt, versteht man schnell, dass hier eben ein Meerblick-Aufschlag drinsteckt. Nur zur Orientierung: Das waren die Preise bei meinem Besuch im September 2025, also ohne Gewähr für später.
※ Die Preise gelten für meinen Besuch im September 2025 und können sich ändern.
Telefon: +82 54-771-2233
Öffnungszeiten: Werktage 10:00–20:00 / Wochenenden & Feiertage 09:00–21:00 / letzte Bestellung 30–40 Minuten vor Schluss ※ je nach Saison veränderbar, daher besser vor dem Besuch prüfen
Ruhetage: ganzjährig geöffnet
Parken: großer kostenloser Parkplatz vorhanden
Sitzplätze: freie Platzwahl nach Ankunft
Sonstiges: Kinderbereich vorhanden · freier Eintritt für Kinder unter 7 Jahren · Außensandspielplatz · Aufzug vorhanden · WLAN verfügbar
Anfahrt zum Café Der König und Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Vom Zentrum von Gyeongju bis zum Café Der König braucht man mit dem Auto ungefähr 30 bis 40 Minuten, also rund 20 km. Wenn man wie ich aus der Richtung Seokguram oder Bulguksa kommt, sind es eher etwa 40 Minuten. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man theoretisch auch hin, aber die Busse fahren nicht besonders oft, deshalb ist das zeitlich umständlich. Ich würde eher einen Mietwagen oder ein Taxi empfehlen.
Direkt rund um das Café schließt sich der Spazierweg entlang der Jusangjeolli-Klippen an. In der Nähe liegen auch kleine Fischerorte wie Eupcheon-Hafen und Haseo-Hafen, deshalb lohnt es sich eher, nicht nur kurz für das Café anzuhalten, sondern den Küstenspaziergang gleich als halben Tagesausflug mitzunehmen. Ich selbst hatte diesmal keine Zeit für den Weg, aber beim nächsten Mal will ich ihn unbedingt laufen.
Lohnt sich der Besuch? — Mein ehrliches Fazit
Ganz ehrlich: Die Erreichbarkeit ist ein bisschen umständlich. Vom Zentrum Gyeongjus ist es doch ein gutes Stück weg, der öffentliche Verkehr ist nicht ideal, und die Yangnam-Küste gehört eher nicht zu den Standardrouten einer Gyeongju-Reise. Aber Küstenorte sind eben oft genau so. Wenn es direkt neben der Innenstadt läge, wäre es wahrscheinlich schon kein echter Küstenstopp mehr. Und trotz dieser kleinen Umstände ist die Aussicht und der Raum hier so gut, dass ich den Weg nicht bereut habe.
Vor allem, wenn man bei einer Gyeongju-Reise von Tempeln, Gräbern und historischen Anlagen langsam müde wird, ist das hier ein richtig guter Ort, um zwischendurch mit Meerblick kurz runterzukommen. Ob man Kinder mitbringen kann? Ja, völlig problemlos. Es gibt einen Kinderbereich und draußen einen Sandspielplatz. Angeblich ist auch die Abendstimmung bei Sonnenuntergang besonders schön, aber ich war gegen 13 Uhr dort und konnte das selbst nicht erleben.
Im Sommer sitzt man wahrscheinlich wunderbar auf der Terrasse mit Meereswind, im Winter würde ich eher die warmen Plätze drinnen hinter den großen Fenstern wählen. Ende September war es tagsüber noch fast sommerlich heiß, aber wegen des Windes vom Meer war selbst die Terrasse gut auszuhalten.
Wenn ihr in Gyeongju nicht nur die bekannten historischen Orte sehen wollt, sondern auch mal an die Küste hinaus möchtet, ist das hier definitiv ein guter Zwischenstopp. Nicht, weil der Kaffee alles überragt, sondern weil Aussicht, Raum und Spazierweg zusammen ein Paket ergeben, das wirklich hängen bleibt.
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