
Traumhaftes Waldcafé in Korea – Blockhütte zwischen Mammutbäumen
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Ein verstecktes Blockhütten-Café am Waldrand – mitten in Korea
Eigentlich wollten wir nur das Herbstlaub sehen. Ein Café stand gar nicht auf dem Plan.
Anfang November 2025 sind meine Frau und ich morgens früh losgefahren nach Jangtaesan, einem beliebten Naherholungsgebiet in Daejeon – einer Großstadt etwa zwei Stunden südlich von Seoul. Dass der Wald im Herbst extrem beliebt ist, wussten wir. Als wir gegen neun Uhr ankamen, war der Parkplatz des Erholungswaldes erwartungsgemäß rappelvoll. Zum Glück gab es direkt vor dem Waldeingang einen eigenen Café-Parkplatz, also stellten wir dort das Auto ab. Aus Dankbarkeit wollten wir wenigstens einen Kaffee kaufen – so war der Gedanke. Aber als ich ausstieg und das Gebäude anschaute, spürte ich sofort: Das hier ist kein Ort, wo man mal eben einen Kaffee holt und wieder geht.
Ein Gebäude aus echten Baumstämmen, ein spitzes Dreiecksdach, ein Bogendurchgang als Eingang. Dahinter ein dichter Berg und ein Mammutbaum-Wald, durchzogen von rotem Herbstlaub, der das ganze Gebäude wie eine Decke umhüllte. Für einen Moment wusste ich nicht, ob ich in Korea war oder irgendwo in einer europäischen Berghütte. Dabei liegt das Café nur etwa 30 Autominuten vom Stadtzentrum Daejeons entfernt – aber sobald man ankommt, fühlt sich sogar die Luft anders an.
Meine Frau kommt aus einem Land, in dem das ganze Jahr über Sommer ist. Sie lebt jetzt seit drei Jahren in Korea, ist aber in einem Land aufgewachsen, in dem es so etwas wie Herbstlaub schlicht nicht gibt. Deshalb schaut sie jeden Herbst ein bisschen länger aus dem Fenster. Sie war es auch, die vorgeschlagen hat, nach Jangtaesan zu fahren. Wenn wir schon hinfahren, dann solange es noch schön ist, meinte sie.
Alle Fotos in diesem Beitrag habe ich an diesem Tag selbst aufgenommen.
Die Außenansicht von Coffee Interview Jangtaesan – ein Waldcafé wie eine Berghütte

Hier seht ihr die Außenansicht des Cafés. Ehrlich gesagt: Wenn man das Gebäude allein betrachtet, könnte man es vielleicht nicht direkt als europäische Berghütte durchgehen lassen. Was dieses Café wirklich wie eine Berghütte wirken lässt, ist der Jangtaesan-Wald drumherum. Die dichten Berge und Bäume hinter dem Gebäude umschließen es so vollständig, dass Gebäude und Natur zu einer Einheit verschmelzen und genau diese Atmosphäre erst entsteht. Die Felsen im Vorgarten, die kleinen Bäume, die Holzterrasse, die seitlich hervorschaut – alles wirkt, als wäre es in den Wald eingebettet. Das Café wird Teil der Landschaft. In der Innenstadt wäre es einfach ein hübsches Café gewesen, aber mit Jangtaesan als Kulisse wird daraus ein völlig anderer Ort.
Anfang November waren die Blätter noch nicht komplett gefallen. Grün, Gelb und Rot mischten sich, und zusammen mit dem Blockhüttengebäude sah das Ganze aus wie gemalt. In dem Moment verstand ich, warum der Parkplatz so voll war.

Wenn man näher herangeht, ist der Bogeneingang erstaunlich beeindruckend. Über den Baumstammsäulen hängt ein „COFFEE INTERVIEW"-Schild, und die Innenseite des Bogens ist mit dunklem Massivholz verkleidet. Rechts hat man den Parkplatz und die Berge auf einen Blick – und weil der Himmel an dem Tag strahlend klar war, kam dieser Blickwinkel besonders gut zur Geltung.

Von der Seite betrachtet ist das Gebäude überraschend groß. Baumstammwände mit einer Reihe von Sprossenfenstern, davor eine breite Holzterrasse, auf der man ebenfalls Kaffee trinken kann. Seht ihr die Person, die gerade aus der Tür kommt? Eine Tür auf, und man steht direkt im Wald. Dass es keine Grenze zwischen Café und Wald gibt – das ist das größte Merkmal dieses Ortes.

Ich habe den Bogen von unten nach oben fotografiert. Die Rundung, die Baumstammsäulen, darüber das goldene Schild. Vor dem Himmel als Hintergrund sah das ziemlich beeindruckend aus. Solche kleinen Details machen den Unterschied zwischen einem „einfach hübschen Café" und einem „Café mit Atmosphäre".
Besuchstipp — Parken
Es gibt einen eigenen Café-Parkplatz. Allerdings ist der Jangtaesan-Wald im Herbst wirklich extrem beliebt. Wir kamen Anfang November um neun Uhr morgens an und der Parkplatz des Erholungswaldes war schon voll. Wenn der Café-Parkplatz belegt ist, kann man auch den Waldparkplatz nutzen, aber am besten kommt ihr so früh wie möglich am Vormittag.
Innenraum – Hohe Decken und warmes Holz schaffen Gemütlichkeit

Draußen hatte ich dieses europäische Berghütten-Gefühl, aber drinnen war es nochmal anders. Die Decke folgt dem Dreiecksdach und ist hoch offen – kein Spur von Enge. In den Wänden befinden sich überall Bögen als Durchgänge. Der Gesamtton ist warmes Braun aus Massivholz, und im Gegensatz zum exotischen Eindruck von außen spürt man drinnen vor allem Wärme und Behaglichkeit. Europäische Ästhetik außen, östliche Wärme innen – so könnte man es beschreiben. Die Sitzplätze sind vielfältig: normale Tische, Bartheken-Plätze und sogar einen Bodenbereich mit niedrigen Tischen gibt es – man setzt sich einfach dorthin, wo es einem am besten gefällt.
Weil es noch früh am Morgen war, saßen nur zwei, drei andere Gruppen drin. Das Geräusch der Kaffeezubereitung füllte den Raum, und es roch, als hätte sich das Kaffeearoma ins Holz eingesogen. Meine Frau blieb direkt am Eingang stehen und schaute zur Decke hoch – einmal staunend über die Höhe, einmal über die hängenden Lampen. So konnten wir uns in Ruhe einen Platz aussuchen und entspannt Fotos machen.
„Die haben uns ihren Parkplatz überlassen, also trinken wir wenigstens einen Kaffee" – so fing es an. Aber kaum saßen wir, war klar: Hier gehen wir so schnell nicht wieder raus.
Bodensitzbereich – Schuhe aus und entspannen

Der Bodensitzbereich – und der hat es mir am meisten angetan. Auf dem Holzboden liegen runde Sitzkissen, dazu niedrige Tische. Man zieht die Schuhe aus, setzt sich hin und fühlt sich sofort wie zu Besuch bei jemandem zu Hause. Seitlich gibt es bogenförmige Öffnungen, die den Bereich natürlich mit den anderen Räumen verbinden, sodass man sich trotz Bodensitzen nie eingesperrt fühlt. Für Familien oder größere Gruppen ist das der perfekte Platz.

Auch die normalen Tischplätze konnte ich nicht einfach übergehen. Dunkle ovale Tische, umgeben von Stühlen mit roten Sitzkissen – diese Farbkombination passt hervorragend zum Holzambiente. Die Plätze sind direkt am Fenster, sodass man beim Sitzen ganz automatisch die Landschaft draußen im Blick hat. Es fühlte sich an, als wäre der Jangtaesan Anfang November in einen Bilderrahmen eingefasst.

Den Bodensitzbereich habe ich nochmal aus einem anderen Winkel fotografiert. Auf dieser Seite ist die Tür zur Außenterrasse direkt nebenan, sodass das Sonnenlicht hereinströmt. Nachmittags hier sitzen, sich von der Sonne wärmen lassen und dabei Kaffee trinken – das wäre wohl der Inbegriff von Entspannung. Wir waren morgens da und haben diesen Moment leider verpasst. Beim nächsten Mal kommen wir absichtlich nachmittags.
Deckenbeleuchtung – das Detail, das den Raum vollendet

Schaut mal nach oben. Große runde Lampen hängen in Reihen von der Decke – und sie sind es, die die Innenatmosphäre dieses Cafés erst vollständig machen. Zwischen den Holzbalken aufgehängt, lassen sie den Raum viel weiter wirken, und das Licht verteilt sich sanft, sodass der gesamte Farbton warm wird.

Aus der Nähe betrachtet sind es Formen wie zwei, drei übereinander geschichtete Kugeln – das Material sieht nach Hanji aus, einem traditionellen koreanischen Papier. Dahinter erkennt man ein rundes Fenster und an der Wand hängende Laternen. An jedem Platz ist der Lampenstil anders, sodass sich je nach Sitzplatz die Stimmung leicht verändert. Dass hier mit Herzblut am Interieur gearbeitet wurde, spürt man an genau solchen Details.
Der Innenraum Anfang November
Morgens war es drinnen still. Holzduft, das Geräusch der Kaffeezubereitung, Herbstlaub vor dem Fenster. Es gibt diesen Moment, in dem diese drei Dinge zusammenkommen – und dann versteht man, warum dieses Café genau hier am Waldeingang stehen muss.
Außenterrasse – Kaffee trinken mit dem Wald direkt vor der Nase

So schön es drinnen auch ist – bei gutem Wetter setzt euch unbedingt nach draußen. Auf der Terrasse stehen Metalltische und Stühle, und über das Geländer hinweg sind die Bäume zum Greifen nah. Der Wald ist wirklich so nah, dass man im Sitzen das Rascheln der Blätter im Wind hört. Kaffee drinnen und Kaffee hier draußen – das sind definitiv zwei verschiedene Erlebnisse. Derselbe Latte, aber die Luft ist anders, und irgendwie schmeckt er dadurch auch anders.

An der Gebäudeseite gibt es weitere Außenplätze. Direkt vor der Baumstammwand stehen pastellfarbene Stühle, und ein kleines Vordach spendet Schatten, sodass man auch bei starker Sonne geschützt sitzen kann. Wenn drinnen alles voll ist, sind hier manchmal noch Plätze frei – also nicht einfach daran vorbeigehen.
Untere Holzterrasse – versteckte Plätze mitten im Wald

Das hier ist die untere Terrasse, von oben fotografiert. Drei Sonnenschirme sind aufgespannt, auf dem Holzdeck stehen Tische – und rundherum ist nichts als Wald. Man sitzt komplett von Bäumen umgeben und trinkt seinen Kaffee. Ich glaube, viele Besucher wissen gar nicht, dass es diese Plätze gibt, und gehen einfach daran vorbei. Geht unbedingt mal runter und schaut euch das an.
Wo soll ich sitzen? – Empfehlung je nach Situation
Für Familien oder Gruppen ist der Bodensitzbereich drinnen am bequemsten. Für Paare eignet sich der Fensterplatz, von dem aus man gemeinsam das Herbstlaub betrachten kann. Bei schönem Wetter die Außenterrasse, und wer sich still in den Wald zurückziehen möchte, die untere Holzterrasse. Die Sitzplatz-Auswahl ist so vielfältig, dass es egal ist, mit wem man kommt oder in welcher Stimmung man ist – der passende Platz ist immer dabei.
Dessert-Vitrine – Auswählen macht hier richtig Spaß

Wir hatten unseren Platz gefunden und gingen zur Theke – und vor der Kühlvitrine blieb ich wie angewurzelt stehen. Oben steht ein Beifuß-Gâteau au Chocolat – die Außenschicht in sattem Beifußgrün mit einer gelben Cremeschicht darauf, der Querschnitt fällt sofort ins Auge. In der mittleren Reihe stehen Schokoladen-Terrine und Baskischer Käsekuchen nebeneinander, und unten reihen sich frisch gepresste Säfte nach Farben sortiert auf – also auch für alle, die keinen Kaffee trinken, gibt es etwas. Vor dieser Vitrine nur eine Sache auszuwählen, ist ehrlich gesagt nicht einfach.

Neben der Vitrine gibt es eine Gebäck-Auslage. Salzbrötchen für ca. 2,50 € und Kastanien-Salzbrötchen für ca. 3,80 € stehen nebeneinander, daneben Dark-Chocolate-Chip-Cookies für ca. 2,80 €, Apfel-Streusel-Cookies für ca. 2,70 € und Matcha-Weiße-Macadamia-Cookies für ca. 2,80 €, alle auf Tellern angerichtet. Weiter hinten sieht man auch Financiers und Madeleines. Die Cookies waren ausnahmslos ordentlich groß und schwer – einer zum Kaffee hätte völlig gereicht.

Ein Palmier für ca. 3,10 € und ein Salzbrötchen für ca. 2,50 € aus der Nähe fotografiert. Das Palmier ist ein blätterteigartiges Gebäck mit Schokoladenüberzug und ziemlich groß, das Salzbrötchen hat eine rundliche Form mit Salzkörnern auf der Oberfläche. Die Auswahl war größer als erwartet – wer Gebäck mag, wird hier seinen Spaß beim Aussuchen haben.
Hinweis zu den Desserts
Die Kühlvitrinenklassiker (Beifuß-Gâteau au Chocolat, Schokoladen-Terrine, Baskischer Käsekuchen) sind beliebte Favoriten und früh vergriffen – also besser früh kommen. Das Gebäck ist vergleichsweise länger verfügbar, aber die Salzbrötchen gehen besonders schnell weg.
Unsere Bestellung – Citrus Love, Café Latte und Salzbrötchen

Nach langem Hin und Her haben wir uns schließlich dafür entschieden: Für mich ein Tee namens Citrus Love, für meine Frau ein Café Latte, und dazu ein Salzbrötchen. Citrus Love ist ein Tee, bei dem sich getrocknete Blütenblätter und Kräuter in einer Glaskanne im Wasser entfalten und dabei Farbe abgeben. Dazu kommt ein leeres Glas, in das man sich den Tee selbst einschenkt.
Während wir am Platz auf unsere Bestellung warteten, schaute ich aus dem Fenster – Bäume in Grün und Rot füllten die gesamte Fensterscheibe aus. Meine Frau schaute nach draußen und war eine ganze Weile still. Für jemanden, der in einem Land ohne Herbstlaub aufgewachsen ist, scheint das Phänomen, dass sich Blätter verfärben, jedes Mal aufs Neue faszinierend zu sein. Drei Jahre lebt sie jetzt in Korea, und trotzdem schaut sie jeden Herbst ein bisschen länger nach draußen. Ich musste an den Moment denken, als sie zum ersten Mal Herbstlaub sah und fragte: „Haben die Blätter Schmerzen?" – und musste heimlich lachen.
Citrus Love – ein Tee, der allein durchs Anschauen gute Laune macht

In der Kanne schwimmen orangefarbene Blütenblätter und grüne Kräuter – allein das Anschauen hebt die Stimmung. Der Duft steigt dezent auf. Jedes Mal, wenn man den Deckel öffnet, breitet sich ein Zitrusaroma aus – das ist definitiv eine andere Liga als ein Teebeutel.

Die gesamte Bestellung von oben fotografiert. Citrus-Love-Kanne, Café Latte und Salzbrötchen zusammen auf einem Tablett. Wenn man zu zweit im Café ist und nicht weiß, was man bestellen soll – ein Tee, ein Kaffee, ein Gebäck. Diese Kombi hat wirklich gut gepasst.
Café Latte und Salzbrötchen

Der Café Latte meiner Frau. Eine Herz-Latte-Art obendrauf, der Milchschaum so fein, dass sie ihn vor dem ersten Schluck erstmal eine Weile angeschaut hat. Nach dem ersten Schluck meinte sie, er sei wirklich sanft. Der Milchanteil ist relativ hoch, sodass es kaum Bitterkeit gibt – auch für Leute, die normalerweise keinen Kaffee trinken, ein unkomplizierter Genuss.

Das Salzbrötchen. Die Oberfläche glänzt goldbraun, obendrauf sind feine Salzkörner zu sehen. Es ist ungefähr handtellergroß, außen knusprig und innen zäh-weich. Zusammen mit dem Latte wechselten sich Salziges und Milchiges so perfekt ab, dass man automatisch immer weiter griff. Dass wir nur eines für uns beide bestellt hatten, war etwas schade. Nächstes Mal nimmt sich jeder eins.

Den Latte nochmal aus einem anderen Winkel fotografiert. Im Licht kommt die Textur des Milchschaums noch deutlicher zur Geltung. Dieses Café hat viele Bewertungen, die den Kaffee loben – nach dem Latte verstehe ich, warum.
Empfohlene Kombination
Wer Kaffee mag: Café Latte + Salzbrötchen ist die sicherste Wahl. Wer keinen Kaffee trinkt: ein Tee wie Citrus Love. Und wer sich beim Dessert richtig verwöhnen möchte, greift zur Vitrine und probiert den Baskischen Käsekuchen oder den Beifuß-Gâteau au Chocolat.
Waldspaziergang und der letzte Blick aufs Café beim Abschied
Nach dem Kaffee machten wir uns auf zum Spaziergang durch den Jangtaesan-Wald. Das war ja schließlich der eigentliche Grund für den Ausflug.
Wir liefen durch den Mammutbaum-Weg. Anfang November befanden sich die Blätter gerade im Übergang von Grün zu Rot, und diese Mischung fand ich sogar schöner als eine einheitliche Farbe. Meine Frau schaute beim Gehen immer wieder nach oben. Zwischen den erstaunlich hohen Bäumen fiel Sonnenlicht herab – und ich fragte mich, wie es sich wohl anfühlen muss, wenn man das ganze Jahr nur Grün kennt und dann plötzlich diese Farben sieht. Mir fiel wieder ein, wie sie bei ihrem ersten Herbstlaub in Korea gefragt hatte, ob die Blätter „krank" seien, und ich musste für mich schmunzeln.
Auf dem Rückweg zum Parkplatz schaute ich nochmal zum Café hinüber. Der Sonnenwinkel hatte sich seit dem Morgen verändert und das Gebäude wirkte nochmal ganz anders. Auch deutlich mehr Menschen waren jetzt da. Beim Einsteigen ins Auto sagte ich ganz automatisch: „Nächstes Mal kommen wir im Sommer." Dass dieser Satz so selbstverständlich kam, zeigt wohl, wie sehr sich dieses Café eingeprägt hat.
Vier Jahreszeiten Jangtaesan, vier Jahreszeiten Café
Im Frühling füllt zartes Grün die Caféfenster, im Sommer sitzt man auf der Terrasse unter sattem Blätterdach im Wind, im Herbst versinkt das gesamte Café im roten Mammutbaum-Laub, und im Winter enthüllen die kahlen Äste die Bergkämme und schaffen eine stille, besinnliche Landschaft. Egal zu welcher Jahreszeit – dieses Café und seine Umgebung passen immer zusammen, sagt man.
Warum sich ein Tagesausflug hierher lohnt
Ganz ehrlich: Ich habe dieses Café nicht gezielt gesucht. Ich bin durch den Parkplatz darauf aufmerksam geworden, bin aus Dankbarkeit auf einen Kaffee reingegangen – und am Ende war es nicht der Waldspaziergang und nicht das Herbstlaub, was mir von diesem Tag am längsten in Erinnerung blieb, sondern die Zeit in diesem Waldcafé.
Wenn ihr in der Nähe von Daejeon, etwa zwei Stunden südlich von Seoul, ein Café mitten in der Natur sucht, wenn ihr einen Tagesausflug zum Jangtaesan-Wald plant, oder wenn ihr jemandem aus einem Land ohne Herbst zeigen wollt, was der koreanische Herbst kann – fahrt hierhin. Vor dem Waldspaziergang kurz einkehren oder danach die müden Beine bei einer Tasse ausruhen – beides passt. Ich habe in Daejeon einige Cafés mit toller Atmosphäre ausprobiert, aber einen Ort, an dem man wirklich direkt neben der Natur sitzt, gibt es nicht so oft. Hier geht das.
Nächstes Mal kommen wir im Sommer. In einem Jangtaesan voller sattem Grün, auf demselben Platz, mit demselben Latte. Nur diesmal bestellen wir zwei Salzbrötchen.
Basisinformationen zu Coffee Interview Jangtaesan
Coffee Interview Jangtaesan
Adresse: 452 Jangan-ro, Seo-gu, Daejeon, Südkorea (Jangan-dong 292-2)
Telefon: +82 10-7426-1018
Öffnungszeiten: Täglich 09:00 – 19:00 Uhr (Änderungen möglich – am besten vorher anrufen)
Parken: Eigener Café-Parkplatz vorhanden (bei voller Belegung kann der Parkplatz des Erholungswaldes genutzt werden)
Instagram: @coffee_interview
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