
Garten-Café mit Salzbrot und Hütten
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Toseong Village (Toseong Village) in Cheongju, einer größeren Stadt südlich von Seoul, ist ein großes Bäckerei-Café mit A-Rahmen-Hütten und einem weitläufigen Außengarten. Im Frühling blühen hier Shasta-Gänseblümchen, im Herbst Pink Muhly, und im Winter kann man im gläsernen Gewächshaus Kaffee trinken, deshalb lohnt sich ein Besuch eigentlich das ganze Jahr über. Bekannt ist das Café auch für sein Salzbrot: Bei einem Bakery-Festival waren 500 Stück in nur 4 Stunden ausverkauft. Mit privaten Hüttenplätzen, Sitzbereichen im Gewächshaus und einer Außenterrasse passt der Ort gut für Familienausflüge oder Treffen in größerer Runde. Dieser Beitrag basiert auf unserem eigenen Besuch Ende März 2026 mit zehn Familienmitgliedern.
Ein Café mitten zwischen Feldern: Toseong Village
Wenn man vom Zentrum von Cheongju etwa 20 Minuten fährt, taucht zwischen den Feldern plötzlich ein Café auf. Toseong Village. Schon der Name klingt eher nach einem Dorf als nach einem Café. Ich bin auch nicht selbst auf die Idee gekommen, sondern einfach mit der Familie mitgefahren, weil jemand meinte: „Lass uns da mal hin.“ Und ehrlich, bei der Ankunft war ich erst mal baff. Im Hof standen kleine Holzhäuser mit dreieckigem Dach in einer Reihe entlang des Gartens, dazwischen hing noch Baumwolle an den Beeten, und überall waren Lichterketten gespannt.
Wir waren Ende März 2026 dort, insgesamt zu zehnt. Tagsüber war es schon angenehm mild, also überhaupt nicht zu kalt zum Draußensitzen. Mit einem Schoko-Latte in der Hand im Frühlingswind saß ich da und dachte kurz: Bin ich gerade in einem Café oder auf einem kleinen Picknick?

Der Garten mit den A-Rahmen-Hütten
Der Garten mit den weißen A-Rahmen-Häuschen ist das eigentliche Highlight von Toseong Village. Die Hütten sind keine Deko, sondern richtige Sitzplätze, und genau das macht den Ort besonders. Im Mai soll der Garten voller Shasta-Gänseblümchen sein, am Wochenende gibt es oft Wartezeiten, und vor Ort wirkt alles deutlich größer als auf Fotos.
Im Hof stehen diese weißen Hütten mit dreieckigem Dach nebeneinander entlang des Gartens. Mein erster Gedanke war ehrlich: Sieht eher nach Glamping aus. Aber nein, das sind alles Sitzplätze vom Café. Zwischen den Hütten stehen noch Bäume, die noch nicht ganz ausgetrieben hatten, und darüber hängen Lichterketten. Deshalb hatte ich direkt das Gefühl, dass die Stimmung am Abend noch mal komplett anders sein muss. Jetzt im frühen Frühling wirkte der Garten noch ein bisschen leer, aber im Mai soll hier alles mit Shasta-Gänseblümchen voll sein. Und weil es am Wochenende wohl oft längere Wartezeiten gibt, ist ein Besuch unter der Woche wahrscheinlich die entspanntere Wahl. In echt ist die Anlage wirklich größer, als sie auf Bildern rüberkommt.

Wenn man weiter in den Garten hineingeht, sieht man zwei gläserne Gewächshäuser. Rechts die A-Rahmen-Hütten, links die Gewächshäuser mit großen Glasflächen. Im Winter sitzt man draußen natürlich nicht so lange, deshalb trinken dann die meisten eher im Gewächshaus oder in den Hütten. An unserem Tag Ende März saßen aber schon ziemlich viele Leute draußen. Im Hochwinter sieht das sicher anders aus. Die Bäume waren noch kahl und an vielen Stellen sah man blanke Erde, also ganz ehrlich: spektakulär war die Landschaft in diesem Moment nicht. Aber im Sommer kommen Hortensien, im Herbst Pink Muhly – dadurch wirkt das Café je nach Jahreszeit fast wie ein ganz anderer Ort.
Parken – beim ersten Mal etwas verwirrend
Das Café hat zwei kostenlose Parkbereiche für insgesamt ungefähr 25 bis 30 Autos, aber beim ersten Besuch kann das leicht verwirrend sein. Das Holzschild am Eingang ist schnell zu übersehen, und der vordere Parkplatz wirkt eher wie ein Firmenhof. Am einfachsten ist es, direkt neben dem Schild einzuparken, sobald man ankommt.

Am Eingang steht ein Holzschild, das wir zuerst komplett übersehen haben. Der Parkplatz ist nämlich in zwei Bereiche aufgeteilt. Vor dem Eingang liegt der Hauptparkplatz mit ungefähr 15 Stellplätzen, hinten gibt es noch mal Platz für etwa 10 weitere Autos. Insgesamt passen also ungefähr 25 bis 30 Fahrzeuge hin. Alles kostenlos. Das Problem: Der Bereich vorne wirkt ein bisschen wie ein Fabrikgelände, deshalb dachten wir erst gar nicht, dass das der Café-Parkplatz ist. Wir haben das für ein anderes Gebäude gehalten und das Auto weiter hinten abgestellt – und sind dann ziemlich lange bis zum Café gelaufen. Dass wir zu zehnt zusammen dahinmarschiert sind und unterwegs ständig fragten „Sind wir hier überhaupt richtig?“, finde ich im Nachhinein immer noch lustig. Wenn ihr im Navi einfach Toseong Village eingebt, parkt am besten sofort rechts neben dem Eingangsschild.

Aus der Nähe merkt man erst, wie hoch die einzelnen Hütten tatsächlich sind. Zwischen ihnen wurden Thuja-Bäume gepflanzt, dadurch sind die Bereiche ganz natürlich voneinander getrennt. Das macht es überraschend privat. Man sieht kaum, wer in der Hütte direkt nebenan sitzt.
Außensitzplätze – bei gutem Wetter sind die hier top
Die Außensitzplätze sind an schönen Tagen fast besser als die Hütten. Es gibt große Holztische, Sonnenschirme und viel Platz, und mit der offenen Gartenatmosphäre fühlt sich das Ganze fast ein bisschen wie ein kleiner Biergarten auf dem Land an – nur mit mehr Ruhe und hübscherer Kulisse.

Neben den Hütten gibt es auch reichlich normale Außensitzplätze. Große Holztische, in jedem ein Sonnenschirm, und dahinter ziehen sich Beete mit noch verbliebener Baumwolle entlang. An einem Tag wie unserem war das hier eigentlich der beste Platz. Die Sonne war warm, der Wind angenehm, also gab es kaum einen Grund, unbedingt in eine Hütte zu gehen. Dazu trennen Pflanzkübel mit Hinoki-Zypressen die Tische voneinander, wodurch es gleichzeitig offen und gemütlich wirkt.
Eingang des Hauptgebäudes und Betriebsinfos
Am Eingang sieht man direkt die wichtigsten Regeln: pro Person ein Getränk, geöffnet täglich von 10:00 bis 21:00 Uhr, letzte Bestellung um 20:30 Uhr. Die Hütten kann man nicht reservieren, sondern nur vor Ort über ein Tablet auf die Warteliste setzen, und Haustiere sind nicht erlaubt.

Das ist der Eingang des Hauptgebäudes. Auf der Kreidetafel vor der Tür steht, dass für die Nutzung von Café und Garten pro Person ein Getränk bestellt werden soll. An der Glastür rechts hingen außerdem die Öffnungszeiten, Infos zur Nutzung der Hütten und der Hinweis, dass Haustiere nicht erlaubt sind. Das Gebäude selbst hat eine schwarze Stahlkonstruktion mit großen Glasfenstern, sodass man von drinnen gut nach draußen schauen kann. Eine Sache fand ich allerdings etwas schade: Sobald man sagte, dass man draußen sitzen will, wurden alle Getränke automatisch in Einwegbechern serviert. Drinnen bekommt man Tassen, draußen Einweg. Da wir zu zehnt waren, standen am Ende zehn Plastikbecher auf dem Tisch, und ehrlich gesagt sah das auf Fotos nicht besonders schön aus. Wer schöne Getränkefotos machen will, sollte das Getränk lieber drinnen in einer Tasse nehmen und damit rausgehen.
Infos zum Betrieb von Toseong Village
Adresse: Toseong-ro 163-1, 1. Etage, Cheongwon-gu, Cheongju, Chungcheongbuk-do
Öffnungszeiten: täglich 10:00 – 21:00 Uhr (letzte Bestellung 20:30 Uhr)
Telefon: +82-507-1378-7293
Parken: kostenlos (vorne + hinten zusammen etwa 25 bis 30 Autos)
Nutzung der Hütten: keine Reservierung, Warteliste vor Ort per Tablet
Sitzplätze: drinnen Tassen, draußen Einwegbecher
Haustiere: nicht erlaubt
Zahlung: Karte, Bargeld und Cheongju Pay möglich
Hinweis: 5 Minuten mit dem Auto von Jeongbuk-dong Earthen Fortress, 10 Minuten vom Munam-Ökopark entfernt
Wir waren zu zehnt, also mussten wir auch zehn Getränke bestellen. Ich hatte einen Schoko-Latte für etwa 4,30 €, mein Vater einen Café Latte für rund 4,00 €, und meine Mutter und die anderen aus der Familie bestellten größtenteils Erdbeer-Latte für ungefähr 4,60 €. Zusammen lagen die zehn Getränke bei knapp 45 €, und mit Salzbrot und Financiers waren wir am Ende deutlich über 60 €. Da wir alles geteilt haben, kam man pro Person auf grob 6 € und ein bisschen mehr.
Innenraum – ehrlich gesagt nichts Besonderes
Der Innenraum ist sauber und hell, aber nicht der Grund, weshalb man hierherkommt. Nach dem starken ersten Eindruck draußen wirkt es drinnen fast etwas gewöhnlich. Man sucht sich sein Brot aus, holt das Getränk ab und hat dann ziemlich schnell das Gefühl, wieder nach draußen in den Garten zu wollen.

Sobald man reingeht, ist es einfach ein ganz normales Café. Weiße Wände, grauer Boden, rechts das Brotregal, links der Tresen. Das war’s im Grunde. Nach dem Eindruck draußen mit den Hütten fällt die Erwartung drinnen ziemlich schnell wieder ab. Nicht, weil es schlecht wäre – sondern weil es einfach nichts Besonderes hat. Durch die großen Fenster ist es schön hell, aber nicht so, dass man denkt: Genau hier möchte ich jetzt stundenlang sitzen. Man sucht Brot aus, holt das Getränk ab, und fast automatisch ziehen einen die Füße wieder nach draußen. In diesem Café ist nicht der Innenraum der Star, sondern der Garten.
Die Bäckereiauslage – allein 15 Sorten Salzbrot
Wenn man Backwaren mag, bleibt man hier automatisch länger stehen. Das eigentliche Zugpferd ist ganz klar das Salzbrot, und davon gibt es mehr als 15 Varianten. Dazu kommen Financiers, Croissants, Tartes und Sandwiches, und dank des Balmuda-Toasters kann man das Brot vor dem Essen sogar noch einmal aufwärmen.

Das ist die Bäckereiauslage. Die Tabletts sind randvoll mit Salzbrot, daneben stehen Financiers, Croissants, Perilla-Trüffel-Salzbrot und noch etliche andere Varianten. Kuchen gibt es kaum, der Fokus liegt klar auf Brot. Dass hier bei einem Bakery-Festival 500 Stück Salzbrot in nur 4 Stunden ausverkauft waren, glaubt man sofort, wenn man die Auslage sieht. Im Laden steht außerdem ein Balmuda-Toaster, sodass man das Salzbrot direkt selbst aufbacken kann.
Preise der Backwaren in Toseong Village (Stand März 2026)
Salzbrot natur — 2,10 €
Salzbrot mit Chili und Pollack-Rogen — 2,90 €
Salzbrot mit Perilla und Trüffel — 2,90 €
Salzbrot mit Schoko und Mandeln — 2,90 €
Salzbrot mit schwarzem Sesam — 2,90 €
Salzbrot mit Erdbeercreme — 2,90 €
Salzbrot mit Basilikum und Tomate — 2,90 €
Salzbrot mit Pfeffer und Käse — 2,90 €
Dubai-Schoko-Salzbrot — 4,80 €
Buttertteok – Reiskuchen mit Butter — 1,10 €
Financier natur — 2,20 €
Financier mit Honig-Süßkartoffel — 2,90 €
Financier mit Himbeere — 2,90 €
Egg Tart — 2,20 €
Croissant — 2,20 €
Prosciutto-Rucola-Sandwich — 4,10 €
Getränkepreise in Toseong Village (Stand März 2026)
Americano — 3,70 €
Espresso — 3,70 €
Café Latte — 4,00 €
Vanille-Latte — 4,30 €
Toseong Coffee (Signature Einspänner) — 4,30 €
Matcha-Latte — 4,30 €
Schoko-Latte — 4,30 €
Caramel Macchiato — 4,60 €
Café Mocha — 4,60 €
Erdbeer-Latte — 4,60 €
Grapefruit-Passionfruit-Ade — 4,60 €
Pink Rose Tea — 4,40 €
Peach Blossom — 4,00 €
Cinnamon Plum — 4,00 €
Pfefferminze Rooibos — 4,00 €
Specialty Single Origin — 4,80 € bis 6,00 €
Decaf — 5,40 €
Von Salzbrot bis Tarte und Sandwich

Das klassische Salzbrot lag dicht an dicht auf dem Tablett. Oben drauf grobe Salzkristalle, außen schön goldbraun. Es ist auch deutlich fülliger, als man zuerst denkt. Ein Stück kostet 2,10 €. Wenn man es im Balmuda-Toaster aufwärmt, wird die Außenseite knusprig und innen läuft die Butter leicht raus. Da wir zu zehnt waren und praktisch jeder eins genommen hat, war das Tablett fast sofort leer. Die Buttermenge ist so großzügig, dass die Finger danach wirklich fettig sind.

Hier lagen Egg Tart und Schokoladentarte. Die Oberfläche der Egg Tart war karamellisiert, auf der Schokoladentarte lag Pistazienpulver. Was mir besonders aufgefallen ist: Die Blätterteigschichten standen fast wie Blütenblätter auseinander.

Das war das Financier-Tablett. Natur, Süßkartoffel, Himbeere – mehrere Sorten nebeneinander. Der Süßkartoffel-Financier glänzte oben richtig schön und sah dadurch besonders saftig aus. Meine Mutter probierte einen und meinte direkt: „Hol davon noch einen.“ Also haben wir noch mal nachgelegt.

Buttertteok, also ein Reiskuchen mit Butter, kostete 1,10 €. Preis-Leistung fand ich das hier wahrscheinlich am besten. Daneben stand noch eine separate Geschenkbox mit Herzfenster, deshalb sah es so aus, als würden viele Leute das auch als Mitbringsel kaufen.

In der Mitte lag der Himbeer-Financier, an den Seiten waren noch ein paar klassische Financiers und Madeleines übrig. Da es schon Nachmittag war, sah man an einigen Stellen bereits Lücken auf dem Tablett. Die beliebten Sorten scheinen wirklich ziemlich schnell wegzugehen.

Hier lagen Croissant und Crookie. Beim Croissant sah man die einzelnen Schichten richtig gut, und beim Crookie war im Anschnitt deutlich eine Schokoschicht zu erkennen.

Die genauen Namen dieser Sorten weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ein Brot mit Schokoglasur und Perlzucker, eins mit knusprigem Crumble, noch eins mit einer dicken gelben Streuselschicht. Es gibt hier so viele Varianten, dass es fast unmöglich ist, erst alle Namen zu lesen und dann in Ruhe zu entscheiden. Am besten nimmt man einfach das, was einen spontan anlacht.

Links lag Salzbrot mit schwarzem Sesam, rechts die Version mit Erdbeercreme. Das Erdbeercreme-Salzbrot war so voll gefüllt, dass Erdbeeren und Creme gefühlt jeden Moment aus dem Brot quellen würden. Es sah ziemlich schwer und üppig aus. Leider haben wir das nicht probiert, weil unser Tablett da schon komplett voll war.

Ein Prosciutto-Rucola-Sandwich und daneben ein offenes Sandwich mit Erdbeercreme. In einem lokalen Bäckerei-Café so ein Sandwich mit luftgetrocknetem Schinken zu sehen, ist jetzt nicht gerade alltäglich. Das fand ich schon ein bisschen überraschend.

Buttertteok lag noch einmal in einer anderen Auslage. Allein dass es an mehreren Stellen im Laden verteilt war, ließ schon vermuten, dass es sich wirklich gut verkauft.

Das hier war Schoko-Mandel-Salzbrot. In den Schokoteig waren überall Mandelblättchen eingearbeitet, und es war klar größer als das normale Salzbrot. Wer eher auf süße Sachen steht, ist mit dieser Variante wahrscheinlich besser bedient.

Hier lagen Salzbrot mit Perilla und Trüffel sowie Crumble-Salzbrot. Ich fand es ehrlich beeindruckend, wie viele Abwandlungen sie allein aus diesem einen Brot gemacht haben. Ich habe nachgezählt – es waren wirklich mehr als 15 Sorten.

In der Kühlvitrine stand eine Erdbeer-Sahnetorte. Zwischen den Böden waren überall halbe Erdbeeren eingearbeitet, und oben drauf lag noch mal eine ordentliche Menge ganzer Früchte. Gerade weil Erdbeersaison war, sah das alles besonders saftig und frisch aus.

Direkt daneben stand ein Stück Schokoladen-Erdbeerkuchen. Wegen der vielen Brote hätte ich fast gedacht, dass es überhaupt keine Kuchen geben würde, aber in der Vitrine lagen tatsächlich auch Stücke. Viel Auswahl gab es dabei allerdings nicht, eigentlich nur zwei Erdbeer-basierte Varianten.
Spaziergang im Garten – zwischen den Baumwollbeeten
Mit den Getränken in der Hand beginnt draußen eigentlich erst die richtige Atmosphäre dieses Cafés. Die Hütten sind nummeriert, dazwischen führen Steinwege hindurch, und überall blüht weiße Baumwolle. Genau das macht den Garten so fotogen und sorgt dafür, dass man automatisch noch ein bisschen länger herumläuft, statt sich sofort hinzusetzen.

Wir sind mit den Getränken nach draußen gegangen. An den Hütten hingen Nummern wie 4, 6 und 7. Man läuft also den Steinweg entlang, schaut nach einer freien Hütte und setzt sich dann hinein. Zwischen den Hütten blühte weiße Baumwolle ziemlich dicht. Aus der Entfernung sah das aus, als hätte jemand weiße Punkte über den ganzen Garten gestreut, und dahinter standen in einer Reihe die Dreiecksdächer. Das sah wirklich besser aus, als ich erwartet hatte. Im Hintergrund konnte man schwach die Apartmentblocks von Cheongju erkennen – dieser Kontrast zwischen Stadt und Garten hatte irgendwie seinen eigenen Reiz.

Als ich näher hinging, habe ich erst kapiert: Das ist echte Baumwolle. Ich hatte vorher ehrlich nie bewusst gesehen, wie Baumwolle an der Pflanze aussieht. An den trockenen Zweigspitzen hingen richtige weiße Wattebäusche, und wenn man sie berührt, fühlen sie sich auch genau so an. Die Kinder in der Familie standen hier ziemlich lange davor, und wir haben an der Stelle auch einige Fotos gemacht.
Das Innere der Hütte – am Wochenende schwer zu bekommen
Die A-Rahmen-Hütten sind für ungefähr vier Personen gedacht und werden ohne Schuhe betreten. Innen sitzt man auf Holzboden mit Kissen, was ziemlich gemütlich wirkt. Genau deshalb sind diese Plätze am Wochenende auch so begehrt, und ohne Warten bekommt man oft keine Hütte mehr.

So sieht es in einer dieser Hütten aus. Holzboden, Kissen auf dem Boden, und man zieht vorher die Schuhe aus. Für vier Personen ist die Größe ziemlich genau passend. Wenn man die Tür öffnet, schaut man direkt in den Garten, deshalb fühlt es sich ein bisschen an wie irgendwas zwischen drinnen und draußen. An unserem Besuchstag war Wochenende, also waren alle Hütten belegt. Wir konnten uns deshalb gar nicht wirklich hineinsetzen. Ich habe Leute gesehen, die mit ihren Getränken vor den Hütten standen und warteten, und am Ende sind viele dann doch zu den normalen Außentischen gewechselt. Wichtig: Man kann die Hütten nicht reservieren, sondern sich nur vor Ort über das Tablet auf die Warteliste setzen.
Fotospots – der rosa Bär und der Brunnen
Für Fotos gibt es im Garten zwei ziemlich offensichtliche Punkte: einen großen rosa Bären auf einer Bank und einen dreistöckigen Brunnen vor dem Hauptgebäude. Von dort bekommt man Hütten, Gewächshaus und Garten fast in einem Bild unter, deshalb bleiben die meisten Besucher automatisch genau dort stehen.

Mitten im Garten liegt auf einer Bank ein rosa Bär, fast so groß wie ein Mensch. Er hält einen violetten Blumenstrauß im Arm und schaut nach oben. Direkt dahinter sieht man die weiße Baumwolle und die Hütten, deshalb ist das einer der klarsten Fotospots im ganzen Café. Fast jeder, der vorbeikommt, bleibt kurz stehen und macht ein Bild. Auch die Kinder aus unserer Familie haben sich daneben gesetzt und direkt ihre eigenen Posen ausprobiert.

Vor dem Hauptgebäude steht außerdem ein dreistöckiger Brunnen im europäischen Stil. An unserem Tag lief zwar kein Wasser, aber stattdessen waren kleine Sukkulenten darauf arrangiert, was irgendwie trotzdem nett aussah. Wenn man von hier fotografiert, bekommt man links die A-Rahmen-Hütten, rechts das Gewächshaus und dazwischen die Außensitzplätze ins Bild. Mehr Übersicht über den Ort in einem einzigen Foto geht fast nicht.
Sitzplätze für Gruppen und die Terrasse
Für größere Gruppen ist das Café ziemlich praktisch, weil es extra lange Tische gibt, an denen ungefähr zehn Leute zusammen sitzen können. Dazu kommen noch Terrassenplätze direkt vor dem Gebäude. Selbst wenn man also keine Hütte bekommt, hat man immer noch mehrere gute Alternativen.

Neben dem Brunnen stand ein richtig großer Holztisch. Vom Gefühl her ungefähr drei Meter lang, dazu zwei Sonnenschirme und weiße Stühle in einer Reihe. Für etwa zehn Personen an einem Tisch war das fast perfekt, also eigentlich ideal für unsere Gruppe. Leider war der Platz schon besetzt.

Das hier sind die Terrassenplätze direkt vor dem Gebäude. Klappbare Holztische, schwarze Metallstühle und dazwischen Pflanzkübel mit japanischer Scheinzypresse. Der Blick geht hier nicht direkt in den Garten, sondern eher Richtung Parkplatz, aber dafür kann man sich mit dem Getränk einfach sofort setzen, ohne groß nach einem Platz zu suchen.
Rasenplätze vor dem Gewächshaus
Vor dem Gewächshaus gibt es noch eine weitere Sitzfläche auf dem Rasen mit runden grauen Tischen, Netzstühlen und mehreren Sonnenschirmen. Das zeigt ganz gut, dass Toseong Village nicht nur von den Hütten lebt, sondern die Plätze über den ganzen Garten verteilt sind. Selbst am Wochenende findet man also oft noch etwas, wenn man nicht unbedingt auf eine Hütte fixiert ist.

Auf der Rasenfläche vor dem Gewächshaus standen mehrere graue Rundtische mit Netzstühlen locker verteilt. Sonnenschirme steckten an verschiedenen Stellen, und im Hintergrund sah man die dicht aufgereihten Pflanzen im Gewächshaus. Das Gras war noch eher winterlich gelb, aber ich hatte sofort das Gefühl, dass hier in nur einem Monat alles richtig sattgrün sein würde. Mit so vielen Außensitzplätzen findet man selbst am Wochenende noch einen Platz – solange man die Idee mit der Hütte ein bisschen lockerer sieht.
Besuchstipps nach Jahreszeit und was man beachten sollte
Am angenehmsten ist ein Besuch im Frühling oder Herbst, wenn die Tagestemperaturen ungefähr zwischen 15 und 22 Grad liegen und man entspannt draußen sitzen kann. Im Sommer ist der Garten optisch zwar besonders schön, aber durch Sonne und Mücken etwas anstrengender. Im Winter sind Gewächshaus oder Hütte die bessere Wahl als offene Plätze im Freien.
Saisonale Tipps für Toseong Village
Frühling (4–5) – Shasta-Gänseblümchen blühen, beste Zeit für draußen, tagsüber meist 15 bis 22 Grad
Sommer (6–8) – Hortensienzeit, Schatten kommt fast nur von Sonnenschirmen, mittags kann es ziemlich heiß werden, und wegen der Nähe zur Ebene am Miho-Fluss lohnt sich abends Mückenspray
Herbst (9–11) – Zeit für Pink Muhly, am schönsten zum Fotografieren, aber an Wochenenden mit längeren Wartezeiten
Winter (12–2) – weihnachtliche Deko, besser im Gewächshaus oder in den Hütten sitzen, draußen braucht man eine höhere Kältetoleranz
Frühling und Herbst sind meiner Meinung nach wirklich die besten Zeiten für diesen Ort. Wenn tagsüber ungefähr 15 bis 20 Grad sind, kann man locker ein bis zwei Stunden draußen sitzen, ohne zu frieren. Im Sommer sieht der Garten zwar am üppigsten aus, aber man muss sich etwas anders vorbereiten. Schatten gibt es hier fast nur unter den Sonnenschirmen, und rundherum sind Felder. Weil die Gegend als Ebene recht nah am Miho-Fluss liegt, kommen gegen Abend wohl auch Mücken. Wenn ihr also im Sommer hinfahrt, packt unbedingt Mückenspray ein – das wäre mein wichtigster Tipp.
Fazit – in Toseong Village ist der Garten der Hauptdarsteller
Für mich ist Toseong Village kein Café, das man nur wegen Kaffee oder Innenraum besucht, sondern wegen des Gartens, der Hütten und des ganzen Ausflugsgefühls. Das Salzbrot ist wirklich gut und die Auswahl macht Spaß. Die Preise liegen etwas über Kettenniveau, aber für die Fläche und Atmosphäre fand ich das absolut nachvollziehbar.
Toseong Village lebt eindeutig mehr vom Garten als vom Innenraum. Wenn man eine Hütte bekommt, ist das natürlich die beste Option, aber am Wochenende ist das gar nicht so leicht. Und ehrlich gesagt sind die normalen Außensitzplätze an einem schönen Tag fast genauso gut oder sogar besser. Bei den Backwaren dominiert ganz klar das Salzbrot, und allein davon gibt es mehr als 15 Sorten, was das Aussuchen schon zu einem kleinen Programmpunkt macht. Getränke wie Americano liegen bei etwa 3,70 € und damit etwas über typischem Ketten-Café-Niveau, aber wenn man die gesamte Gartenanlage mitdenkt, wirkt das immer noch fair. Nur die Einwegbecher draußen sollte man im Kopf behalten. Wer also schöne Getränkefotos will, nimmt besser drinnen eine Tasse und geht damit nach draußen. Es gibt wohl auch eine zweite Filiale in Sannam-dong in der Stadt, aber deutlich kleiner – die große Gartenanlage und die Hütten gibt es nur hier in der Hauptfiliale.
Dieser Beitrag basiert auf unserem eigenen Besuch Ende März 2026 mit zehn Familienmitgliedern. Es gab keine Einladung und keine Kooperation, wir haben alles selbst bezahlt. Preise und Öffnungszeiten entsprechen dem Stand unseres Besuchs und können sich später ändern.
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