KategorieCafé
SpracheDeutsch
Veröffentlicht28. März 2026 um 16:46

Verstecktes Gartencafé in Thailand | Erfahrungsbericht

#Gartencafé Geheimtipp#verstecktes Café Reise#Kaffee und Kuchen

Ein Gartencafé in Rayong, Thailand — The Creeper House

The Creeper House ist ein verstecktes Gartencafé in Rayong, Thailand, das aktuell bei Google Maps als „temporarily closed" (vorübergehend geschlossen) angezeigt wird. Ob es wieder öffnet, weiß ich nicht — aber die Atmosphäre, die dieser Ort hatte, ist es wert, festgehalten zu werden. Deshalb schreibe ich diesen Beitrag.

Ich habe ungefähr 3 Jahre in Rayong gelebt. Meine Frau hatte dort ihren Job, und ich bin mitgegangen. Wenn man irgendwo lebt, braucht man jedes Wochenende ein Ziel, oder? Rayong ist nicht wie Bangkok oder Chiang Mai — keine Stadt, die für Cafés bekannt ist. Aber genau deshalb konnte sich so ein Ort hier verstecken. In einer ganz normalen Wohngegend, die in keinem Reiseführer vorkommt, gab es dieses eine Café, das erstaunlich gut war.

The Creeper House hat meine Frau entdeckt. An einem Wochenende meinte sie „Lass uns dahin fahren", und wir sind mit dem Auto ungefähr 40 Minuten hingefahren. Die Straßenverhältnisse in Rayong sind ganz anders als in Deutschland. In Thailand herrscht Linksverkehr — allein daran gewöhnt man sich kaum — und der Straßenzustand wechselt von Abschnitt zu Abschnitt, sodass sich 40 Minuten gefühlt viel länger anfühlen. Wer in Thailand selbst am Steuer sitzt und Cafés abklappert, sollte das unbedingt einplanen.

Der Eingang von The Creeper House — Café oder Botanischer Garten?

Eingang des Gartencafés The Creeper House mit grünem Spitzdach und Kletterpflanzen, die die gesamte Fassade bedecken

Wenn du ankommst, zweifelst du erstmal, ob das wirklich ein Café ist. Ein grünes Spitzdach mit der Aufschrift „HOUSE PLANT", eine Glastür und die gesamte Gebäudewand von Kletterpflanzen überwuchert. Das könnte genauso gut der Eingang eines Botanischen Gartens sein. Daneben steht eine Vintage-Straßenlaterne, und darunter eine Kreidetafel mit „Cafe in HOUSE PLANT OPEN". Hätte ich das nicht gesehen, wäre ich einfach vorbeigefahren. Vor der Tür blühten weiße Blumen in voller Pracht — und niemand hatte sie gepflanzt, die sind einfach so gewachsen. Das ist das Verrückte an Cafés in Thailand: Man muss gar nichts dekorieren, die Natur übernimmt das von allein.

Zum Thema Parken: Kein Grund zur Sorge. In Thailand haben die meisten Cafés und Restaurants reichlich Parkplatz. Nicht wie in Deutschland, wo man vorher anruft und fragt „Gibt es Parkplätze?". Das Grundstück ist groß, vor dem Laden ist natürlich Platz fürs Auto, und wenn nicht, parkt man einfach am Straßenrand. Das ist einer der angenehmsten Aspekte, wenn man in Thailand mit dem Auto Cafés erkundet.

Holzwegweiser im Garten mit Richtungspfeilen zu The Creeper House und House Plant

Wenn du reingehst, steht da ein Holzwegweiser. Oben steht „The Creeper House", unten „House Plant", und die Pfeile zeigen in verschiedene Richtungen. Das Café hat also verschiedene Bereiche. An diesem Schild ging niemand vorbei, ohne ein Foto zu machen.

Sitzplätze im Garten — der wahre Reiz eines tropischen Cafés

Gartenbereich mit weißem Kies, Metalltischen und einer weißen Bank unter tropischen Bäumen im Gartencafé

Ein Garten mit weißem Kies auf dem Boden und zwei, drei Metalltische. Bäume und Büsche umgeben alles, links ein Steinbeet mit gelben Blumen, unter dem Baumschatten eine weiße Metallbank. Es waren nur drei oder vier Tische, aber genau das gab einem das Gefühl, mitten in einem Garten zu sitzen, nicht in einem Café.

Hier haben wir uns hingesetzt. Es war leicht bewölkt, und man wusste nie, wann ein Squall (tropischer Regenschauer) losbrechen würde — aber gerade deshalb ließ es sich trotz Mittagszeit draußen aushalten. Wer in Thailand ein Café im Freien genießen will, ist mit einem leicht bewölkten Tag deutlich besser dran als mit strahlendem Sonnenschein.

So eine Kulisse ist in einem Land mit ausgeprägten Jahreszeiten kaum möglich. Ein Konzept, bei dem das Gebäude selbst der Garten ist und der Garten das Café, funktioniert nur in einem ganzjährig warmen Klima. Auch in Deutschland gibt es Cafés mit Terrasse, aber bei einem Winter mit Minusgraden sind Außenplätze auf Frühling und Herbst beschränkt. Und der Sommer ist wieder ein anderes Thema: Denk an die Biergärten — toll, aber nur ein paar Monate nutzbar. In Thailand fällt während der Regenzeit jeden Tag ein kurzer Tropenschauer, der die Hitze runterkühlt, während es in Deutschland im Hochsommer oft wochenlang ohne Regen durchheizt. Am Ende sitzt man drin bei der Klimaanlage. Deshalb haben sich koreanische Cafés (und auch deutsche) eher um den Innenraum herum entwickelt. Nicht aus Neid, sondern weil das Klima den Raum bestimmt — und das habe ich durch mein Leben dort richtig begriffen.

Die Kuchentheke — Kuchen im Gewächshaus

Kuchentheke im The Creeper House mit türkisfarbener Wand, Lichterketten und herabhängenden Kletterpflanzen

Weiter hinten kommt die Kuchentheke. Türkisfarbene Wände mit Lichterketten, die sich um Äste winden, und in der Vitrine Kuchen auf mehreren Ebenen. Daneben eine Kreidetafel mit Bestellhinweisen auf Thailändisch und der Aufschrift „Order & Pay" — also erst bestellen, dann bezahlen. An der linken Wand hing sogar eine „SUGAR LEVEL"-Tabelle. Obwohl man drinnen ist, hängen durch die Metallgitter Kletterpflanzen herab, sodass die Grenze zwischen drinnen und draußen verschwimmt. Es fühlte sich weniger wie ein Café an und mehr so, als hätte jemand Kuchen in ein Gewächshaus gestellt.

Nahaufnahme der Vitrine mit Kuchenstücken auf Holzscheiben und Kaktustöpfen zwischen den Desserts

Aus der Nähe betrachtet: Jedes Kuchenstück stand auf einer Holzscheibe (Wood Slice) und war einzeln in Klarsichtfolie eingewickelt. Auf dem oberen Regal standen Kaktustöpfe neben dem Kuchen — die Präsentation allein wirkte wie ein kleiner Garten. Es gab Erdbeerkuchen, Honeycomb-Kuchen, Schokoladenvarianten — die Auswahl war ordentlich.

Die Signatur-Kuchen — Honeycomb, Cheese Chocolate Cherry, Carrot

Signatur-Honeycomb-Kuchen mit echten Bienenwaben auf Frischkäse und einem Zweig Rosmarin im Gartencafé

Der Honeycomb-Kuchen mit dem Etikett „Signature Cake". Auf Frischkäse lag ein ganzes Stück echte Bienenwabe (Honeycomb), daneben ein Rosmarinzweig. Unter der Beleuchtung schimmerte der goldene Honig der Wabe halbtransparent. Ich stand eine ganze Weile vor der Vitrine. Den habe ich bestellt — Details dazu weiter unten.

Signatur Cheese Chocolate Cherry Kuchen mit schwarzen Kirschen und dänischer Bio-Schokolade, Preis 175 Baht

Signatur Nummer 02, Cheese Chocolate Cherry. Die Zutaten auf dem Etikett: schwarze Kirschen, Bio-Käseschokolade aus Dänemark (Organic Cheese Chocolate from Denmark), frische Blaubeeren, frische Kirschen, Granatapfel, Kakaocreme, Schokoladenbutter. Preis: 175 Baht (ca. 4,60 €). Allein die Zutatenliste zeigt, dass das kein durchschnittliches Café um die Ecke ist. Den habe ich nicht probiert.

Signatur-Karottenkuchen mit Frischkäse-Frosting und gemischten Nüssen obendrauf, Preisschild 165 Baht

Signatur Nummer 01, Carrot Cake (Karottenkuchen). Frischkäse-Frosting auf einem Karottenboden, Walnüsse, Zimt, Muskatnuss, und obendrauf ein Berg aus gemischten Nüssen. 165 Baht, also etwa 4,35 €. Wenn man bedenkt, dass ein lokales Mittagessen in Thailand 50–60 Baht kostet (ca. 1,30–1,60 €), entspricht ein Stück Kuchen drei Mahlzeiten. Für thailändische Verhältnisse ist das definitiv teuer. Auch den habe ich nicht probiert, nur an der Vitrine fotografiert.

Karottenkuchen von der Seite mit sichtbaren Schichten aus Frischkäse und Karotte, getoppt mit Walnüssen und Mandeln

Derselbe Karottenkuchen aus einem anderen Winkel. Im durchsichtigen Becher sieht man deutlich die Schichten aus Frischkäse und Karotte, und obendrauf Walnüsse, Mandeln, Erdbeere und Rosmarin. Wenn man die Zutaten betrachtet — dänischer Bio-Käse, verschiedene Nusssorten einzeln ausgewählt, dazu Kräuterdeko — dann ist es zwar teuer, aber billige Zutaten hat hier niemand verwendet.

Klimatisierter Innenbereich

Klimatisierter Sitzbereich im The Creeper House mit braunem Ledersofa und grünen Metallfenstern mit Gartenblick

Wer hitzeempfindlich ist, hat auch diese Option. Im Hauptgebäude gibt es einen klimatisierten Innenbereich. Braunes Ledersofa, Stoffsofa, Kissen mit Baummuster. Durch die grünen Metallfenster sieht man den Garten, und auf dem Glastisch stand ein Schild mit „NO.4" als Platznummer. Viele Sitzplätze waren es nicht. Ich habe mich hier nicht hingesetzt. Ich bin nicht 40 Minuten gefahren, um in der Klimaanlage zu sitzen.

Sind 165 Baht in einem Café in Rayong, Thailand, teuer?

Außensitzplätze unter einer mit Kletterpflanzen überwucherten Metallkonstruktion im tropischen Gartencafé
Tisch im Garten mit Kuchen und Getränk, umgeben von tropischen Pflanzen im The Creeper House
Panoramablick auf den Garten des The Creeper House mit tropischen Blumen und Bäumen zwischen den Sitzplätzen

Ja, teuer. Ehrlich gesagt, teuer. Aber hier ist das Seltsame: Wenn du hier draußen sitzt, hast du nicht das Gefühl, dass das Geld verschwendet ist. Du sitzt unter einer Metallkonstruktion, an der Kletterpflanzen bis zum Dach hochgewachsen sind, der Wind streift dich, neben dir blüht eine tropische Blume, deren Namen du nicht kennst, und von weitem hört man leise jemanden auf Thai reden. Das ist keine Atmosphäre, die man mit Geld erschaffen kann. Das ist ein Ort, in den Thailands Klima und Kultur über Jahre hineingesickert sind.

Ich habe den Honeycomb-Kuchen gegessen

Angeschnittener Honeycomb-Kuchen mit Frischkäseschicht und echten Bienenwaben als Topping
Kuchenstück mit der Gabel aufgeschnitten, weiche Käseschicht oben und feuchter Boden unten
Honeycomb-Kuchen auf dem Teller mit Zitronenscheibe und Rosmarinzweig als Deko

Ich habe den Honeycomb-Kuchen angeschnitten. Nach dem ersten Bissen wusste ich: Das hier ist eine Offenbarung. Die obere Käseschicht ist weich und cremig, die untere hat eine etwas festere Textur, ist aber saftig. Die Balance, wenn sich beide Schichten im Mund vermischen, stimmt haargenau. Ich habe in meinem Leben viel Käsekuchen gegessen, aber dieser hier war anders — eine andere Liga. Das war das Schöne am Leben in Thailand: In einem Nachbarschaftscafé plötzlich auf eine Dessertkombination zu stoßen, die du zuhause nie finden würdest. An einem Ort, der in keinem Reiseführer steht und bei Google kaum auftaucht, einen unerwarteten Geschmack zu entdecken — das ist das wahre Glück des Lebens im Ausland.

Blick auf den tropischen Garten vom Außentisch beim Kuchenessen im The Creeper House

Beim Essen kam mir ein Gedanke: Wenn ein Ausländer nach Korea kommt und sich in eines dieser typisch koreanischen Stimmungscafés setzt, fühlt er wahrscheinlich genau das Gleiche — „Das gibt es bei uns zuhause einfach nicht." Dieses Gefühl. Ist das nicht genau das Glück, das ein Café auf Reisen schenkt? Für einen Moment einen Raum betreten, den es zuhause niemals geben könnte. Deshalb geht man hin, auch wenn es teuer ist. Deshalb fährt man hin, auch wenn es weit ist. Und deshalb erinnert man sich daran, auch wenn es geschlossen hat.

Bienenwaben-Nahaufnahme

Nahaufnahme der echten Bienenwabe auf dem Honeycomb-Kuchen mit Honig, der zwischen den Zellen herabtropft

Ich habe die Bienenwabe, die auf dem Kuchen lag, aus der Nähe fotografiert. Der Honig tropfte zwischen den Zellen herab. Das war kein dünn geschnittenes Dekorationsstück — das war ein ganzes Stück echte Bienenwabe, komplett aufs Kuchenstück gesetzt. Als ich es mit den Fingern hochhob, lief der Honig herunter und meine Hände waren klebrig — aber das hat mich nicht gestört. In manchen Cafés wird auch Honeycomb als Topping angeboten, aber in dieser Dicke zu diesem Preis habe ich das noch nie gesehen.

Das Anchan-Getränk — ehrlich gesagt, geschmacklich eher enttäuschend

Anchan-Getränk (Schmetterlingserbsenblüte) mit lila Blütenblättern und Blaubeeren als Topping im Gartencafé
Lila Blütenblätter und Pandanusblatt mit Orangenscheibe auf dem tropischen Anchan-Getränk

Ich habe ein Getränk mit Anchan (อัญชัน, Schmetterlingserbsenblüte / Butterfly Pea Flower) bestellt, bei dem die ganze Blüte obendrauf lag. Zwischen den lila Blütenblättern steckten Blaubeeren, und ein Pandanusblatt ragte heraus — man wusste nicht, ob das ein Getränk oder ein Blumengesteck ist, so beeindruckend sah es aus.

Aber ehrlich gesagt: Der Geschmack war wie Limo mit Sirup. Genau das. Süß, mit Kohlensäure, und Blütenaroma war kaum wahrnehmbar. Wenn es das in irgendeinem Café in Deutschland gegeben hätte, hätte ich es rein geschmacklich nicht nochmal bestellt. Aber wenn du es in diesem Garten bekommst, an einem bewölkten Nachmittag, mit dieser Optik — dann macht es einfach glücklich. Das ist kein Getränk zum Schmecken, sondern zum Anschauen. Das Anchan-Getränk hier war genau das. Ich schreibe es vorsorglich, damit niemand mit falschen Erwartungen reingeht.

Komplettes Anchan-Getränk mit Farbverlauf in Lila, Orange und Gelb und THE CREEPER HOUSE-Aufkleber

Ich habe den Becher so fotografiert, dass man ihn komplett sieht. Von oben nach unten: Lila, in der Mitte Orange, unten ein helles Gelb — die Schichten gehen natürlich ineinander über. Auf dem Becher klebte ein türkiser Aufkleber mit „THE CREEPER HOUSE — Cafe · Garden · House Plant", und auf dem Holztisch stehend füllten im Hintergrund rosa-grüne Blätter das Bild aus. Ein Café, das keine extra Fotoecke braucht.

Anchan-Becher zwischen den Büschen neben dem Café platziert, lila Blüten und grüne Blätter verschmelzen

Deshalb habe ich aus Spaß den Becher zwischen die Büsche neben dem Café gesteckt. Im Ernst. Die lila Blüten und grünen Blätter verschmolzen so miteinander, dass es aussah, als wäre der Becher dort gewachsen. Dieses Café ist so: Egal wohin du etwas stellst, es wird zum Hintergrund. Ein Café, in dem man den Hintergrund nicht wählen muss — das war das erste Mal für mich.

Caramel Macchiato

Caramel Macchiato aus dem The Creeper House, brauner Farbverlauf durch den Deckel gesehen
Caramel Macchiato ohne Deckel von oben, Karamell und Eis vermischen sich zu braunen Schichten

Den Caramel Macchiato hat meine Frau bestellt. Durch den Deckel sah die Farbe kräftig aus. Thailändischer Café-Kaffee ist generell etwas stärker, und hier war es nicht anders. Zwischen den Eiswürfeln vermischte sich das Karamell und erzeugte einen braunen Farbverlauf — also habe ich vor dem Öffnen ein Foto gemacht und eins danach. Geschmacklich süß, aber der Kaffee selbst war so kräftig, dass die Süße nicht überhandnahm.

Spaziergang durch den Garten von The Creeper House

Weißer Kiesweg zwischen tropischen Sträuchern mit HOUSE PLANT-Schild am Garteneingang
Blick von der anderen Seite des Gartens mit Vintage-Laterne, Steinbeeten und gestaffelten Dachlinien

Ich ging wieder nach draußen. Ein weißer Kiesweg verbindet die Gebäude, und links und rechts stehen tropische Sträucher so dicht, dass es weniger ein Weg als ein Spazierweg ist. Von der Eingangsseite fotografiert, passt der ganze Garten in ein Bild. Von der anderen Seite sieht man die Laterne, die Steinbeete, die Dachlinie des hinteren Gebäudes — Schicht um Schicht. Dieser Ort ist so aufgebaut, dass erst der Garten da war und dann das Café hineingesetzt wurde. Kein angelegter Garten, sondern ein gewachsener.

Gelbe Wand, grüne Ranken, rote Tür — Into the Garden

Gelbe Außenwand mit rotem Türrahmen, Kletterpflanzen bedecken die Hälfte, Into the Garden als Handschrift auf dem Glas
Blick durch den roten Türrahmen ins Innere mit Rattanstuhl, Edison-Glühbirnen und großem Pflanzenkübel

Da war noch ein weiteres Gebäude: Gelbe Außenwand mit rotem Türrahmen, und Kletterpflanzen, die etwa die Hälfte bedecken. Auf dem Glas stand in Handschrift „Into the Garden", und über der Tür ein altes Holzschild mit „CREEPER HOUSE". Wenn man die Tür öffnet: Rattanstühle und Massivholztische, an der Decke hängen Edison-Glühbirnen in einer Reihe, und in der Ecke steht ein großer Pflanzenkübel. Das Foto, das am besten die Stimmung einfing, war das durch den roten Türrahmen hindurch. Gelbe Wand, grüne Ranken, rote Tür. Diese Farbkombination ist nur in Thailand möglich, denke ich.

Menükarten-Design und Deko-Details

Menükarten an Holzklammern auf einem Metallständer mit GARDEN SODA und HAPPY DAY MILK Getränken
Nahaufnahme der Getränkekarten mit Namen wie Snow Pink, Galaxy Deep und Love Aden
Weiße Miniaturhaus-Trinkgeldbox mit Bleistiftzeichnungen von Ziegeln und Blättern auf dem Dach

Am Eingang hingen an einem Metallständer die Menükarten an Holzklammern — auch daran konnte man nicht einfach vorbeigehen. Neben einer Karte mit „COFFEE — GET READY TO ENJOY!" eine „GARDEN SODA"-Signaturgetränke-Karte, mit Namen wie Snow Pink, Galaxy Deep, Love Aden. Sogar eine „HAPPY DAY MILK"-Karte. Und auf der Theke stand eine Trinkgeldbox in Form eines weißen Miniaturhauses, auf dessen Dach jemand mit Bleistift Ziegelmuster und Blätter gezeichnet hatte — die Münzen warf man durch das Schornsteinloch ein. Ein Café, das sich bis ins kleinste Detail so viel Mühe gibt, findet man selten.

Als ich dort war, waren die meisten Gäste thailändische Einheimische. Ausländer gab es vielleicht ein, zwei Gruppen — das merkte ich erst, als ich später die aufgenommenen Videos nochmal anschaute. Es überraschte mich, in so einem lokalen Café in Rayong Ausländer sitzen zu sehen. Wie hatten die das gefunden? Wahrscheinlich wie ich — durch eine Empfehlung.

Wir blieben ungefähr eine Stunde und gingen dann. Wir waren nicht lange dort, aber die Erinnerung blieb lange.

Besuchsinformationen für The Creeper House

Adresse: 34, 8 ถนนสาย 11, Map Kha, Nikhom Phatthana District, Rayong 21180, Thailand

Öffnungszeiten: 10:00–17:00 Uhr (dienstags geschlossen)

Signatur-Kuchen: 165–175 Baht (ca. 4,35–4,60 €)

Getränkepreise: Kann ich leider nicht mehr genau sagen

Kontakt: +66-92-927-7200 (คุณเฟิร์น)

Aktuell wird bei Google Maps „temporarily closed" (vorübergehend geschlossen) angezeigt. Unbedingt vorher überprüfen.

Fazit

Ich weiß nicht, wann sich der Hinweis „vorübergehend geschlossen" ändern wird, aber zumindest als ich dort war, war dieser Ort definitiv lebendig. Ich fand es teuer, das Anchan-Getränk war ehrlich gesagt nichts Besonderes, und die Fahrt dorthin war nicht bequem. Und trotzdem: Jedes Mal wenn ich die Fotos anschaue, möchte ich wieder hin. Wenn das Gartencafé wieder öffnet, fahre ich nochmal 40 Minuten. Um mir die Finger mit Honig klebrig zu machen und Bienenwaben zu essen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich veröffentlicht auf https://hi-jsb.blog.

Veröffentlicht 28. März 2026 um 16:46
Aktualisiert 10. April 2026 um 07:50