
Großes Café in Cheongju: Petra bei Tageslicht
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13 Einträge
Der 5. Mai 2026 war in Korea Kindertag. An dem Tag sind wir nach Cheongju gefahren, um meine Großmutter zu besuchen, und ich war mit meinem Vater und meiner Mutter unterwegs. Meine Frau blieb diesmal zu Hause und hat sich ausgeruht. Wir kamen ungefähr eine Stunde früher an als gedacht. Gerade als wir aus dem Auto steigen wollten, sagte mein Vater plötzlich: „Das Café, in dem wir letztens abends waren — wollen wir mal schauen, wie es tagsüber aussieht?“ Gemeint war Petra, ein großes Café in Cheongju. Mich hatte die Tagesatmosphäre sowieso interessiert. Außerdem war es schon eine Weile her, dass ich mit meinen Eltern einfach mal in ein Café gegangen bin, also war das ziemlich schön.
Schon beim Reinkommen habe ich gemerkt: Bei Tageslicht war das eine komplett andere, richtig gute Kombination. Ohne die Abendbeleuchtung und mit natürlichem Licht im ganzen Raum fühlte es sich fast an, als wäre ich in einem anderen Café gelandet. Ich war schon in einigen Cafés in Korea, aber dass derselbe Ort zwischen Nacht und Tag so stark anders wirkt, hatte ich selten.
Nacht und Tag: Schon der Eingang fühlt sich anders an

Als ich nachts hier war, stach das leuchtende Schild sofort ins Auge. Tagsüber wirkte das grüne Logo zwischen den weißen Lamellen dagegen viel klarer und ruhiger. In der Sonne kamen auch die Fotos deutlich besser raus.
Bäckerei-Vitrine — unglaublich viele Bagels



Direkt nach dem Eingang zieht sich rechts eine lange Bäckerei-Vitrine entlang. Es gab klassische Bagels wie Pretzel, Reis und Onion, aber auch auffälligere Sorten wie Sechs-Knoblauch-Bagel und Mais-Bagel. Besonders der Sechs-Knoblauch-Bagel roch schon vor der Vitrine intensiv nach Knoblauchbutter. Meine Mutter ging vorbei und meinte direkt: „Sollen wir davon einen mitnehmen?“ Der Mais-Bagel fiel auch sofort auf, weil oben ganze Maiskörner drauflagen.
Zur Einordnung: Bagel und Frischkäse bestellt man hier getrennt. Du suchst dir also erst einen Bagel aus und nimmst dann einen Frischkäse dazu. Der Frischkäse lag bei 2.500 bis 3.000 Won, also grob 1,60 bis 1,95 €. Zusammen mit dem Bagel landet man ungefähr bei 5.000 bis 8.000 Won, also etwa 3,25 bis 5,20 €.



Es gab ein Set namens Little Pang Mini Mix mit Bärchenbrot und Herz-Macarons. Meine Mutter sah es und sagte sofort: „Das wäre perfekt als kleines Geschenk.“ Auch Bagel-Rusk und Bburinkle-Rusk waren ordentlich verpackt und sahen als Snack zum Mitnehmen ganz gut aus. Everything Bagel und Onion Bagel lagen üppig in Körben gestapelt, und sie wirkten schwerer und größer, als ich erwartet hatte. Daneben lagen auch die Garlic Bagels. Ehrlich, bei der Anzahl der Bagel-Sorten verliert man hier schnell den Überblick.


Der Cranberry-Schokochip-Bagel war fast so groß wie ein Gesicht. Daneben lagen Wurstrollen und lange Brote im Baguette-Stil. Ich dachte erst, hier gäbe es vor allem Bagels, aber die Brotauswahl war doch ziemlich breit. Als mein Vater dann die Croiffles in den Varianten Plain, Grüntee-Eis und Himbeer-Sahne sah, sagte er: „Ist das hier ein Café oder eine Bäckerei?“ Allein das Anschauen der Vitrine hat schon ordentlich Zeit gekostet. Danach ging es weiter zur Kuchenabteilung.
Kuchenbereich
Wenn man an den Bagels vorbei zur Seite geht, kommt ein eigener Bereich mit Kuchen.



Der Milchkuchen sah mit der spitz aufgetragenen weißen Creme sehr sauber aus, und auch der Pistazien-Ice-Choux fiel direkt ins Auge. Beim Basque Cheesecake konnte man am Anschnitt sehen, wie dicht und cremig er war, und meine Mutter schaute ihn sich eine ganze Weile an. Es gab auch Schokokuchen und Karotten-Frischkäse-Kuchen, also insgesamt einige Stückkuchen. Jedes Stück stand auf einer Unterlage mit Petra-Logo, wodurch die Vitrine ordentlich wirkte. Die Preise lagen ungefähr bei 7.500 bis 8.000 Won, also etwa 4,90 bis 5,20 €. Allerdings sahen manche Kuchen an der Creme etwas trocken aus oder hatten am Anschnitt kleine Risse. Da Kuchen wahrscheinlich nicht so schnell rotiert wie die Bagels, könnten sie schon eine Weile in der Auslage gestanden haben.
Innenbereich im 1. und 2. Stock — großes Café bei Tageslicht
Nachdem wir bestellt hatten, suchten wir uns einen Platz und schauten uns den Innenraum etwas genauer an.



Zwischen den Sichtbetonsäulen fiel das Tageslicht herein, und die Pflanzen wirkten dadurch richtig lebendig. Abends hatte die indirekte Beleuchtung den Raum eher gemütlich gemacht. Tagsüber füllte das Sonnenlicht durch die Glaswände den ganzen Bereich, und die Atmosphäre kippte komplett in eine hellere, frischere Richtung. Der grüne Kranz am Geländer im zweiten Stock und die vielen Pflanzentöpfe sahen im Licht viel lebendiger aus. Auch das große Banner mit tropischen Pflanzen in der Mitte wirkte farblich deutlich klarer. Im ersten Stock standen pastellfarbene Sitzsäcke und ein rundes Sofa. Meine Mutter meinte: „Da sitzt man bestimmt bequem“, aber dort saß schon jemand.
Sofabereich — weiche Lounge in der Mitte


Der Sofabereich in der Mitte des ersten Stocks war wirklich weich und bequem. Grüne und beige Sofas standen rund angeordnet, in der Mitte waren ein Pflanzkübel und ein kleiner Baum, sodass es sich fast wie eine eigene kleine Lounge im Café anfühlte. Rote und gelbe Kissen setzten Akzente. Mein Vater wollte sich dort hinsetzen, aber für drei Personen war der Tisch etwas niedrig und der Abstand unpraktisch, also zogen wir doch an einen anderen Platz. Wenn man nur gemütlich Kaffee trinken möchte, dürfte dieser Bereich aber am bequemsten sein.
Außenseitige Plätze — Sitzen am Fenster


Direkt am Fenster standen auch mehrere Stühle mit Holzrahmen in einer Reihe. Draußen sah man die Rasenfläche und ein kleines Gebäude mit dreieckigem Dach — eine Aussicht, die mir nachts überhaupt nicht aufgefallen war. Auf der Außenterrasse standen ebenfalls weiße Stuhl-Sets, sodass man bei gutem Wetter draußen trinken könnte. Die Stühle lehnen sich allerdings ziemlich weit nach hinten. Bequem sind sie schon, aber wenn man beim Kaffee etwas essen möchte, ist der Tisch ein bisschen weit weg. Zum Zurücklehnen und einfach nach draußen schauen waren sie dagegen ideal.
Weitere Sitzplätze


Die normalen Plätze bestanden aus runden braunen Ledersesseln und weißen Tischen. Die Rückenlehne war niedrig, dadurch konnte man sich nicht wirklich gut anlehnen, und nach längerer Zeit könnte der Rücken etwas steif werden. Für einen kurzen Kaffee sind sie aber völlig okay. Dahinter sieht man die zentrale Gartendeko und die Lamellen-Trennwand, also war auch dieser Winkel für Fotos ganz brauchbar. Gut fand ich, dass die Tische großzügig auseinanderstanden. Man musste sich nicht ständig um die Nachbartische kümmern. Meine Mutter setzte sich hin und sagte: „Es sind viele Leute da, aber es fühlt sich nicht eng an.“
Gesamtgröße des Cafés


So bekommt man ein Gefühl dafür, wie groß das Café insgesamt ist. Allein im ersten Stock gibt es Sofabereich, normale Sitzplätze und Fensterplätze, und weil die Decke bis zum zweiten Stock offen ist, wirkt der Raum nicht beengt. Zwischen den Sichtbetonsäulen trennen Pflanzen und Raumteiler die Bereiche ganz natürlich voneinander. Es ist groß, aber nicht chaotisch. Meine Mutter meinte sogar: „Wenn ich zum ersten Mal hier wäre, hätte ich nicht sofort gedacht, dass das ein Café ist.“
Außenbereich — die Landschaft, die man nachts nicht sieht
Als ich beim letzten Mal abends hier war, war es draußen so dunkel, dass ich gar nicht verstanden hatte, wie der Außenbereich eigentlich aussieht. Tagsüber sah ich dann, dass sich hinter dem Gebäude richtig viele Sitzplätze im Freien befinden.




Neben dem Gebäude standen weiße Tische und Mesh-Stühle in einer Reihe, direkt davor lag eine breite Rasenfläche. Auf dem Rasen stand auch ein kleines Gebäude mit dreieckigem Dach, das wie eine Fotozone wirkte. Mein Vater wollte draußen trinken, aber zur Mittagszeit gab es praktisch keinen Schatten. Obwohl es erst Mai war, war die Sonne schon ziemlich kräftig, also gingen wir wieder hinein. Mit Sonnenschirmen oder einem Sonnensegel wäre dieser Bereich deutlich angenehmer gewesen; das fand ich etwas schade. An einem kühlen Frühlings- oder Herbstabend dürfte die Stimmung draußen aber richtig schön sein.
Gebäude mit Dreiecksdach — fast wie eine kleine Kapelle



Ich ging näher zu dem kleinen Gebäude mit Dreiecksdach, das man vom Rasen aus sehen konnte. Es hatte eine rosa Tür, eine kleine Deko aus Kiefernzweigen und ein Open-Schild. Innen war es ziemlich eng, aber die Stimmung erinnerte wirklich an eine kleine Kapelle. Auf dem Holzboden standen ein Kreuzlicht, Kerzen und zwei alte Holzstühle. Meine Mutter ging hinein und schaute sich alles eine ganze Weile an. Ob man dort wirklich Getränke trinken darf, weiß ich nicht genau, aber als Fotospot ist der Raum auf jeden Fall ganz nett.
Unsere Getränke — Kaffee mit meinen Eltern


Wir bestellten einen Iced Almond Cream Latte und einen Real Vanilla Latte. Bestellt wird am Kiosk. Wenn man ein Kaffeemenu auswählt, erscheint ein Bildschirm, auf dem man die Bohne wählen kann. Es gab drei Optionen: Ob mit nussig-röstigem Geschmack, Breeze mit Säure und Decaf. Ich mag es lieber nussig, also nahm ich Ob.
Auf dem Almond Cream Latte lagen Kakaopulver und Mandelblättchen. Beim ersten Schluck kam direkt dieser nussige, cremige Geschmack durch. Er kostete 7.000 Won, also ungefähr 4,55 €. Den Real Vanilla Latte trank mein Vater. Er meinte, man schmecke die Vanille, aber er sei nicht zu süß. Der kostete 6.800 Won, etwa 4,40 €. Zusammen zahlten wir 13.800 Won, also grob 8,95 €. Für Lattes in einem großen Café in Korea sind rund 7.000 Won inzwischen ziemlich normal, aber die Becher waren nicht besonders groß. Preis-Leistung war deshalb ein bisschen schwer einzuordnen. Geschmacklich waren aber beide in Ordnung, und mein Vater sagte auch: „Für den Preis nicht schlecht.“
Eigentlich war es nur eine kurze Pause, bevor wir meine Großmutter besuchten. Trotzdem dachte ich kurz darüber nach, wann ich das letzte Mal so mit meinen Eltern in einem Café gesessen und Kaffee getrunken hatte. Es war Kindertag, aber vielleicht war gerade der Kaffee für meine Eltern der bedeutungsvollere Moment.
Petra Menü und Preise
Petra Getränkemenü
Stand Besuch im Mai 2026 · Bestellung nur am Kiosk · Bohnenwahl möglich (Ob/Breeze/Decaf)
Iced Americano
5.500 Won / ca. 3,60 €
Espresso
5.500 Won / ca. 3,60 €
Choco Con Panna / Nutty Con Panna
6.000 Won / ca. 3,90 €
Real Chocolate Latte
6.300 Won / ca. 4,10 €
Café Latte
6.500 Won / ca. 4,25 €
Petra Latte (gereifte Milch · täglich limitiert)
6.600 Won / ca. 4,30 €
Real Vanilla Latte
bestelltMit Vanillebohne · eher nicht zu süß
6.800 Won / ca. 4,40 €
Lemon Creamy Latte
6.800 Won / ca. 4,40 €
Almond Cream Latte
bestelltKakaopulver + Mandelblättchen als Topping
7.000 Won / ca. 4,55 €
Real Mocha Latte / Matcha Latte
7.000 Won / ca. 4,55 €
Caramel Double Spanner
7.000 Won / ca. 4,55 €
Grapefruit Ade / Passion Lime Ade
7.000 Won / ca. 4,55 €
Coconut Coffee Smoothie
8.000 Won / ca. 5,20 €
Preise können sich ändern · bestellt markiert die Getränke, die wir an diesem Tag selbst bestellt haben
Petra Bäckerei-Menü
Tagesproduktion · Verkauf am selben Tag · werktags nach 20:00 Uhr 20 % Rabatt auf Bäckereiware
Bagel
Plain · Reis · Onion · Everything · Pretzel
2.000~4.000 Won / ca. 1,30~2,60 €
Premium-Bagel
Sechs-Knoblauch · Cranberry-Schokochip · Pollackrogen-Kartoffel u. a.
4.000~6.000 Won / ca. 2,60~3,90 €
Frischkäse (separat zusätzlich)
2.500~3.000 Won / ca. 1,60~1,95 €
Bagel-Sandwich
6.500~9.000 Won / ca. 4,25~5,85 €
Croiffle (Plain · Grüntee · Himbeere)
5.000~6.000 Won / ca. 3,25~3,90 €
Kuchenstück
7.500~8.000 Won / ca. 4,90~5,20 €
Cookies · Gebäck
2.000~4.500 Won / ca. 1,30~2,95 €
Preise beziehen sich auf den Besuchszeitpunkt und können sich ändern
Fazit — einmal nachts, einmal tagsüber
Beim Rausgehen kaufte meine Mutter am Ende doch den Sechs-Knoblauch-Bagel, den sie die ganze Zeit im Blick gehabt hatte. Auf dem Weg im Auto zum Haus meiner Großmutter sagte mein Vater: „Nächstes Mal bringst du auch deine Frau mit.“ Da dachte ich wirklich: Ja, beim nächsten Mal sollte sie mitkommen.
Petra ist ein Ort, den man am besten einmal nachts und einmal tagsüber besucht, wenn man ihn richtig erleben möchte. Nachts ist es unter der indirekten Beleuchtung gemütlich, tagsüber ist der Raum voller natürlichem Licht und man kann sogar den Rasenbereich draußen sehen. Es ist dasselbe große Café in Cheongju, aber die Erfahrung ist komplett anders. Mit Eltern oder Familie ist es angenehm, weil es viele verschiedene Sitzbereiche gibt, und durch die große Bagel-Auswahl eignet sich Petra auch gut, um etwas als Geschenk mitzunehmen. Ein paar Schwächen gab es, vor allem draußen ohne Schatten, aber mit großem kostenlosem Parkplatz, Kiosk-Bestellung und viel Platz ist es als Familiencafé insgesamt eine ziemlich gute Station.
Petra Geschäftsinformationen
626, 2sunhwan-ro, Heungdeok-gu, Cheongju-si, Chungcheongbuk-do, Südkorea
Täglich 10:00 ~ 22:00 Uhr (letzte Bestellung 21:30 Uhr) · ganzjährig geöffnet
+82 507-1350-1812
Eigener Parkplatz vor dem Gebäude · groß · kostenlos
Bestellung am Kiosk · nur Karte und Überweisung möglich (kein Bargeld)
1. bis 3. Stock + Außengarten · Dachterrasse im 3. Stock für Kinder unter 13 Jahren nicht zugänglich
Kinderstühle vorhanden · Gruppenraum im 2. Stock ab 8 Personen reservierbar · werktags nach 20:00 Uhr 20 % Rabatt auf Bäckereiware